Dominikanische Republik Lexikon: Begriffe von A bis Z

Von Apagón bis Zafacón: Behördenwörter, Immobilienbegriffe, Essen, Kultur und Slang – kurz erklärt und mit Link zum passenden Ratgeber.

1 Min. LesezeitVon SerafinAktualisiert am 3. November 2026

Kurz gesagt

Dieses Lexikon zur Dominikanischen Republik erklärt die wichtigsten Begriffe in ein bis drei Sätzen und führt dich zum passenden ausführlichen Ratgeber. Denn wer in die Dominikanische Republik reist oder dorthin zieht, stolpert schnell über Wörter, die in keinem Schulspanisch vorkommen – vom Stromausfall (Apagón) über den Personalausweis (Cédula) bis zum Sammeltaxi (Concho).

Orangefarbener Colmado El Buen Camino mit aufgemalten Angeboten in der Dominikanischen Republik
Foto: Teah Rushing / Unsplash

So nutzt du das Lexikon

Die Dominikanische Republik hat ihre eigene Sprache – nicht nur im Slang, sondern auch auf Ämtern, beim Notar und im Supermarkt. Wer eine Wohnung mietet, liest plötzlich von Fiador und Mantenimiento, beim Hauskauf von Deslinde und Título, und im Colmado fragt dich jemand „¿Qué lo que?“.

Hier findest du die Begriffe, die dir als Urlauber, Auswanderer oder Immobilienkäufer am häufigsten begegnen: Reise und Verkehr, Behörden und Recht, Steuern und Immobilien, Alltag, Essen, Musik und Kultur sowie die wichtigsten Slangwörter. Jeder Eintrag ist bewusst kurz gehalten. Wo es einen ausführlichen Ratgeber gibt, führt dich der Link direkt dorthin – etwa zur Residencia, zu den Kaufnebenkosten und Steuern oder zum dominikanischen Spanisch.

Zahlen wie Steuersätze, Freibeträge oder Preise sind Richtwerte mit Stand 2026. Gerade Gebühren und Gesetze ändern sich in der DR häufig – prüf Rechtliches immer noch einmal bei der zuständigen Behörde oder einem Anwalt. Wenn du rechnen willst, helfen dir meine Rechner & Werkzeuge.

A

Ahorita
Wörtlich „gleich“ oder „sofort“. Im Alltag kann es aber auch „irgendwann später“ heißen – plane bei Verabredungen und Handwerkern lieber einen Puffer ein. Mehr dazu
Alcázar de Colón
Palast in der Zona Colonial von Santo Domingo, ab 1510 gebaut und als erster Palast der Neuen Welt bekannt. Heute ein Museum mit eingerichteten Räumen. Mehr dazu
Altagracia
Nuestra Señora de la Altagracia ist die wichtigste Schutzpatronin des Landes. Ihr Feiertag ist der 21. Januar, Wallfahrtsort ist die Basilika in Higüey. Mehr dazu
Altos de Chavón
Nachbau eines mediterranen Dorfs aus dem 16. Jahrhundert über dem Río Chavón bei La Romana, ab 1976 errichtet. Dazu gehören ein Amphitheater mit 5.000 Plätzen, ein Archäologiemuseum und eine Designschule. Mehr dazu
Apagón
Stromausfall. Außerhalb der Touristenzonen gehören Apagones zum Alltag, auf dem Land teils stundenlang. Wer hier lebt, plant Inverter, Generator oder Solar ein. Mehr dazu
Apostille
Internationale Beglaubigung nach dem Haager Übereinkommen. Zwischen der DR und Österreich bzw. der Schweiz gilt sie; Deutschland hat dem Beitritt der DR widersprochen, deshalb werden Urkunden im Verhältnis Deutschland–DR legalisiert statt apostilliert (siehe Legalisation). Mehr dazu
ARS
Administradora de Riesgos de Salud – so heißen die dominikanischen Krankenversicherer, etwa Humano oder ARS Universal. Für Expats kosten lokale Policen grob 70–200 US-Dollar pro Person und Monat (Richtwert 2026). Mehr dazu
Ausreisegebühr
Die Ausreisegebühr von 20 US-Dollar ist bei Flugreisen bereits im Ticketpreis enthalten. Mit der Steuerreform Ley 30-26 soll sie laut Medienberichten auf 30 US-Dollar steigen. Mehr dazu

B

Bachata
Gitarrenlastige Musik und Paartanz aus der DR, seit 2019 immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Lange galt sie als „Musik der Bitterkeit“ der armen Viertel, heute ist sie ein Exportschlager. Mehr dazu
Bahía de las Águilas
Rund 8 km langer, unbebauter Strand im Nationalpark Jaragua bei Pedernales im Südwesten. Erreichbar per Boot, zu Fuß oder mit Allrad, Infrastruktur gibt es keine. Mehr dazu
Bandera, La
„Die Flagge“ – das typische Mittagessen aus Reis, roten Bohnen und geschmortem Fleisch, oft mit Salat. In einfachen Nachbarschaftsküchen kostet ein Teller laut Praxisberichten etwa 175–250 RD$ (2026). Mehr dazu
Batida
Frisch gemixter Fruchtshake, oft mit Milch. Gibt es an Imbissständen, in Cafeterías und Restaurants. Mehr dazu
Bávaro
Der Hauptstrand und Hotelstreifen der Region Punta Cana mit den meisten Resorts, Restaurants und dem meisten Nachtleben. Das Wasser ist durch ein Riff meist ruhig. Mehr dazu
Bernstein (Ámbar)
Dominikanischer Bernstein ist meist sehr klar und enthält viele Fossil-Einschlüsse. Abgebaut wird er vor allem in der Cordillera Septentrional; selten ist der fluoreszierende blaue Bernstein. Mehr dazu
Blaue Flagge (Bandera Azul)
Internationales Umweltsiegel für Strände mit guter Wasserqualität und Infrastruktur. Die Playa Dominicus bei Bayahibe trägt es. Mehr dazu
Botellón
5-Gallonen-Kanister mit Trinkwasser, rund 50–80 RD$ pro Stück (2026). Weil Leitungswasser nicht trinkbar ist, stehen sie in fast jedem Haushalt. Mehr dazu

C

Cabo Rojo
Kreuzfahrthafen bei Pedernales im Südwesten, seit Januar 2024 in Betrieb. In der Nähe entstehen ein Flughafen und mehrere große Hotels; die Eröffnungstermine wurden mehrfach verschoben. Mehr dazu
Cachúas
Peitschenschwingende „tanzende Teufel“ aus Cabral im Südwesten, die in der Karwoche auftreten. Eine der bekanntesten regionalen Karnevalsfiguren. Mehr dazu
Cap Cana
Abgeschlossene Luxusanlage südlich von Punta Cana mit Marina, Golfplatz und gehobenen Resorts. Das teuerste Immobiliensegment der Ostküste. Mehr dazu
Casa del Conductor
Zusatzoption bei manchen Mietwagenverträgen. Nach einem schweren Unfall kann der Fahrer während der Ermittlungen festgehalten werden – mit dieser Deckung laut Praxisberichten in einer Unterkunft statt in einer Polizeizelle. Nicht überall erhältlich. Mehr dazu
Cédula
Der dominikanische Personalausweis. Ausländer erhalten ihn nach bewilligter Residencia; du brauchst ihn im Alltag für Bankkonto, Mietvertrag und Versicherungen. Mehr dazu
CEI-RD (ProDominicana)
Die staatliche Export- und Investitionsagentur. Wer eine Investorenresidenz beantragt, muss seine Investition dort registrieren lassen. Mehr dazu
Certificación del Estado Jurídico
Amtlicher Grundbuchauszug des Registro de Títulos mit Eigentümer, Hypotheken, Pfändungen und Belastungen. Ohne dieses Dokument solltest du keinen Kaufvertrag unterschreiben. Mehr dazu
Chin
„Un chin“ heißt „ein bisschen“ – eines der häufigsten Wörter im dominikanischen Alltag. Mehr dazu
Chinola
Dominikanisches Wort für Maracuja (Passionsfrucht), beliebt als Saft. Mehr dazu
Cigua Palmera
Der Palmenschwätzer, Nationalvogel des Landes. Er lebt nur auf Hispaniola und baut große Gemeinschaftsnester in Palmen. Mehr dazu
Ciguatera
Fischvergiftung durch Algengifte, die sich in Rifffischen anreichern. Das Risiko ist laut Auswärtigem Amt von April bis September am höchsten. Mehr dazu
Cocolos
Nachfahren von Zuckerrohrarbeitern aus der britischen Karibik in San Pedro de Macorís. Ihr Tanzdrama (Guloyas) ist immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Mehr dazu
Colmado
Der kleine Laden an der Ecke – Supermarkt, Bar und Nachbarschaftstreff in einem. Viele liefern nach Hause und verkaufen auch Kleinstmengen wie ein einzelnes Ei. Mehr dazu
Comedor
Einfache Nachbarschaftsküche mit Tagesgericht, meist La Bandera. Die günstigste Art, in der DR gut und typisch zu essen. Mehr dazu
Concho
Sammeltaxi auf festen Routen, vor allem in Städten. Eine Fahrt kostet laut Tourismusministerium etwa 25–50 RD$. Mehr dazu
CONFOTUR
Tourismus-Förderregime nach Gesetz 158-01. Käufer in klassifizierten Projekten können 15 Jahre ab Fertigstellung von der 3-%-Übertragungssteuer und vom IPI befreit sein – die Klassifizierung musst du prüfen lassen. Mehr dazu
Constancia Anotada
Älteres Eigentumsdokument für eine nicht genau vermessene Teilfläche ohne genehmigten Katasterplan. Grenzen sind unklar, das Risiko ist höher – Fachleute raten zu Objekten mit eigenem Título nach Deslinde. Mehr dazu
Cotubanamá
Nationalpark im Südosten (früher Parque Nacional del Este) mit rund 792 km², zu dem auch die Isla Saona gehört. Bekannt für Höhlen mit Taíno-Felskunst. Mehr dazu
Cuartos
Umgangssprachlich für Geld. „No tengo cuartos“ – ich bin knapp bei Kasse. Mehr dazu

D

Damajagua (27 Charcos)
Kette aus Wasserfällen und Naturbecken bei Puerto Plata. Du kletterst, rutschst und springst mit Helm, Schwimmweste und Pflicht-Guide durch 7, 12 oder alle 27 Kaskaden. Mehr dazu
DBA (Doppelbesteuerungsabkommen)
Zwischen der DR und der Schweiz gibt es laut EDA keines, mit Deutschland nach aktuellem Kenntnisstand ebenfalls nicht. Für Rentner und Vermieter hat das spürbare steuerliche Folgen. Mehr dazu
Dembow
Schneller, repetitiver Musikstil, der aus Reggaeton und Dancehall entstanden ist. Läuft heute in vielen Colmados, Clubs und Autos. Mehr dazu
Dengue
Von tagaktiven Aedes-Mücken übertragenes Fieber, das landesweit vorkommt. Eine Prophylaxe gibt es nicht, aber einen Impfstoff; Mückenschutz ist der wichtigste Schutz. Mehr dazu
Deslinde
Amtliche Vermessung und Abgrenzung eines Grundstücks, aus der eine eigene, individuell betitelte Parzelle entsteht. Kauf möglichst nur mit abgeschlossenem Deslinde. Mehr dazu
DGII
Dirección General de Impuestos Internos, die Steuerbehörde. Bei ihr beantragst du die Steuernummer (RNC) und zahlst Übertragungssteuer und IPI. Mehr dazu
DGM
Dirección General de Migración, die Migrationsbehörde. Sie bearbeitet Residenzanträge, Verlängerungen und das E-Ticket-System. Mehr dazu
Diablo Cojuelo
Der „hinkende Teufel“, wichtigste Karnevalsfigur – mit Maske, Glöckchen und einer aufgeblasenen Blase (Vejiga), mit der er Zuschauern auf den Hintern schlägt. Besonders bekannt aus La Vega. Mehr dazu
Dique
Skeptisch-ironisches „angeblich“ oder „ja klar“. Mehr dazu
Domino
Das Volksspiel schlechthin. Vor allem sonntags sitzen Männer vor dem Colmado, trinken Bier und klopfen die Steine auf den Tisch. Mehr dazu
Duarte, Juan Pablo
Gründer des Geheimbunds La Trinitaria und Vater der Nation. Er entwarf die Flagge; sein Gedenktag ist der 26. Januar. Mehr dazu

E

E-Ticket
Kostenloses elektronisches Ein- und Ausreiseformular, Pflicht bei jeder Ein- und Ausreise per Flug. Fülle es nur auf eticket.migracion.gob.do aus – Drittanbieter verlangen dafür Geld. Mehr dazu
Edenorte, Edesur, Edeeste
Die drei staatlichen Stromverteiler für Norden, Süden und Osten. Ihre Netzverluste lagen bis Mai 2026 bei durchschnittlich fast 39 %. Mehr dazu
El Limón (Salto)
Rund 40 m hoher Wasserfall auf der Halbinsel Samaná mit Badebecken. Der Weg ist etwa 2,5 km lang, zu Fuß oder zu Pferd – bei Pferdetouren lohnt ein Blick aufs Tierwohl. Mehr dazu
España Boba
„Das dumme Spanien“ – die Phase schwacher spanischer Herrschaft von 1809 bis 1821, bevor Haiti 1822 den Osten der Insel übernahm. Mehr dazu

F

Factura
Rechnung bzw. Quittung. Aus der Praxis: Lass dir bei Werkstätten, Vermietern und Geschäften immer eine Factura geben, sie schützt dich bei Streit. Mehr dazu
Fiador
Bürge für einen Mietvertrag. Vermieter verlangen laut Auswanderern oft einen dominikanischen Fiador und lehnen ausländische Bürgen ab. Mehr dazu
Fideicomiso
Treuhandkonstruktion nach Gesetz 189-11, vor allem bei Off-Plan-Projekten. Käuferzahlungen liegen in einem getrennten Treuhandvermögen bei einer zugelassenen Bank – lass dir die Genehmigung zeigen. Mehr dazu
Fucú
Pech oder etwas, das Unglück bringt. Das Gegenteil ist Chepa, ein Glückstreffer. Mehr dazu

G

Gazcue
Ruhiges Wohnviertel neben der Zona Colonial von Santo Domingo. Eine Einzimmerwohnung kostet dort etwa 500–800 US-Dollar im Monat (Richtwert 2026). Mehr dazu
Gringo-Preis
Aufschlag, den Ausländer zahlen – etwa bei Immobilien, Booten oder Taxis, besonders wenn auf Englisch verhandelt wird. Spanisch und Vergleichsangebote helfen. Mehr dazu
Guagua
Bus oder Kleinbus, das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel. Für längere Strecken gibt es größere Fahrzeuge, in Städten weiße Vans – billig, langsam und oft voll. Mehr dazu
Guapo
Achtung, falscher Freund: In der DR heißt guapo vor allem „wütend“ oder „streitlustig“, nicht „hübsch“. Mehr dazu
Güira
Metallschrapper, der zusammen mit Akkordeon und Tambora den klassischen Merengue típico prägt. Mehr dazu

H

Habichuelas con dulce
Süße Creme aus roten Bohnen, Milch und Gewürzen – traditionell eine Spezialität der Fastenzeit und Karwoche. Mehr dazu
Hispaniola
Die Insel, die sich die DR (östliche zwei Drittel) mit Haiti teilt. Nach Kuba die zweitgrößte Insel der Karibik. Mehr dazu
Hoyo Azul
Türkisfarbene Cenote im Scape Park in Cap Cana. Zugang nur mit Tagesticket für den Park, laut Quellen ca. 120–130 US-Dollar bzw. Euro (Stand 2025/26). Mehr dazu
Hurrikansaison
Im Atlantik offiziell vom 1. Juni bis 30. November, mit statistischem Höhepunkt um den 10. September. Das Auswärtige Amt nennt für die DR Mai bis November. Mehr dazu

I

Inverter
Wechselrichter mit Batteriebank, der bei Stromausfall Licht, Kühlschrank und Ventilatoren weiterlaufen lässt – Klimaanlagen meist nicht. Kostet laut Maklerportalen etwa 1.500–4.000 US-Dollar. Mehr dazu
IPI
Impuesto al Patrimonio Inmobiliario, die jährliche Immobiliensteuer: 1 % auf den Wert oberhalb eines Freibetrags von RD$ 10.695.494 pro Person (2026). Zahlbar in zwei Raten im März und September. Mehr dazu
ITBIS
Die dominikanische Mehrwertsteuer von 18 %. Auf Restaurantrechnungen steht sie zusammen mit 10 % Servicegebühr bereits drauf. Mehr dazu

J

Jevi
Umgangssprachlich für cool, super – oder für einen entspannten Menschen. Mehr dazu

L

La Trinitaria
Geheimbund, den Duarte, Sánchez und Mella 1838 gründeten. Er bereitete die Unabhängigkeit vom 27. Februar 1844 vor. Mehr dazu
Lambí
Fleisch der Riesenflügelschnecke, an der Küste oft „a la criolla“ in Tomaten-Paprika-Sauce serviert. Mehr dazu
Larimar
Seltene blaue Varietät des Minerals Pektolith, die weltweit nur in der Provinz Barahona gefunden wird. Seit 2011 offizieller Nationalstein; die Farbe bleicht bei viel Licht und Hitze aus. Mehr dazu
Legalisation
Beglaubigung einer Urkunde durch die Auslandsvertretung des Ziellands, wo keine Apostille gilt. Deutsche Urkunden für die DR legalisiert die dominikanische Botschaft bzw. das Generalkonsulat in Deutschland, dominikanische Urkunden für Deutschland die Deutsche Botschaft in Santo Domingo (30–39 € je Urkunde). Mehr dazu
Ley 108-05
Gesetz über das Immobilienregister. Es regelt Vermessung und Eintragung nach dem Torrens-System; eingetragene Rechte stehen unter staatlicher Garantie. Mehr dazu
Ley 171-07
Gesetz über Anreize für Rentner (Pensionados) und Rentiers mit Einkommen aus dem Ausland. Es sieht unter anderem Steuerbefreiungen und eine mögliche Befreiung von der Übertragungssteuer beim ersten Immobilienkauf vor – nur auf Antrag und unter Bedingungen; wie sich die Steuerreform Ley 30-26 auswirkt, ist noch offen. Mehr dazu
Ley 285-04
Das allgemeine Migrationsgesetz, ergänzt durch die Durchführungsverordnung 631-11. Es regelt die verschiedenen Aufenthaltsarten. Mehr dazu
Ley 30-26
Steuerreform vom Juni 2026. Sie bringt unter anderem einen neuen Spitzensatz von 27 % ab 2027, 10 % Steuer auf Gewinne aus Immobilienverkäufen und eine schrittweise sinkende Hypothekensteuer. Viele Details hängen noch vom ausstehenden Reglement ab. Mehr dazu
LIDOM
Die dominikanische Baseball-Winterliga mit sechs Teams, Saison von Oktober bis Januar. Ein Stadionbesuch ist eines der lebendigsten Erlebnisse im Land. Mehr dazu
Los Haitises
Nationalpark an der Südseite der Bucht von Samaná mit Karstkegeln, Mangroven und Höhlen mit Taíno-Zeichnungen. Zugang fast nur per Boot mit Guide. Mehr dazu

M

Malecón
Uferpromenade. Die bekannteste ist die Avenida George Washington in Santo Domingo, wo auch der nationale Karnevalsumzug stattfindet. Mehr dazu
Mamajuana
Rum, Rotwein und Honig, die in einer Flasche mit Rinden, Kräutern und Gewürzen ziehen. Getrunken wird sie als Shot; die Idee geht auf einen Kräutertee der Taíno zurück. Mehr dazu
Mangú
Gekochte, zerstampfte grüne Kochbananen – das klassische Frühstück. Mit frittiertem Käse, Salami und Ei wird daraus „Los Tres Golpes“. Mehr dazu
Mantenimiento
Hausgeld in Wohnanlagen für Wachdienst, Pool, Garten und Reinigung. Frag bei jeder Miete, ob es im Preis enthalten ist – es summiert sich leicht auf mehrere hundert Dollar. Mehr dazu
Merengue
Nationalmusik und Paartanz, seit 2016 immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Der 26. November ist Nationaler Merengue-Tag. Mehr dazu
Metro (Santo Domingo)
Zwei Linien mit zusammen rund 35 km, eine Fahrt kostet 20 RD$ mit Karte. Wer zwischen Metro, Seilbahn und OMSA-Bussen umsteigt, zahlt laut Presseberichten einen integrierten Tarif von 35 RD$ (Stand 2026). Mehr dazu
Mofongo
Zerstampfte, frittierte Kochbananen mit Knoblauch und Chicharrón. Ursprünglich aus Puerto Rico, in der DR sehr verbreitet – gern auch mit Garnelen. Mehr dazu
Morir Soñando
„Träumend sterben“ – Getränk aus Kondensmilch, Zucker und Orangensaft, eiskalt serviert. Mehr dazu
Motoconcho
Motorradtaxi – schnell, billig, überall. Wegen des riskanten Verkehrs aber nicht ungefährlich. Mehr dazu

P

Pana
Kumpel, guter Freund. Mehr dazu
Pariguayo
Langweiler, jemand, der auf Partys nur zuschaut statt zu tanzen. Mehr dazu
Pasola
Motorroller. Auf dem Land und in Kleinstädten das häufigste Verkehrsmittel. Mehr dazu
Pensionado
Aufenthaltsstatus für Rentner mit lebenslanger Auslandsrente von mindestens 1.500 US-Dollar im Monat (plus 250 je Angehörigem) nach Gesetz 171-07. Mehr dazu
Pica Pollo
Dominikanisches frittiertes Hähnchen, günstig und an jeder Ecke zu haben. Mehr dazu
Pico Duarte
Der höchste Berg der Karibik, offiziell 3.087 m hoch (Vermessung 2021: 3.101 m). Die Standardroute ab La Ciénaga dauert 2–3 Tage; Genehmigung und Parkguide sind Pflicht. Mehr dazu
Piscina Natural
Sandbank mit hüfttiefem, warmem Wasser vor der Isla Saona, an der fast alle Bootstouren halten. Seesterne bitte im Wasser lassen. Mehr dazu
Planta
Umgangssprachlich für den Stromgenerator. Anders als ein Inverter kann eine Planta je nach Größe auch Klimaanlagen betreiben. Mehr dazu
POLITUR
Die Touristenpolizei. Sie ist in Urlaubsgebieten präsent und bietet eine Notruf-App, auch auf Deutsch. Allgemeiner Notruf: 911. Mehr dazu
Presidente
Das bekannteste Bier des Landes, seit 1935 in Santiago gebraut. „Una fría“ – eine Kalte – bestellt man meist genau das. Mehr dazu
Promesa de venta
Vorvertrag beim Immobilienkauf mit einer Anzahlung von meist 10–20 %. Der eigentliche Kaufvertrag folgt laut Maklerportalen in der Regel innerhalb von 30–60 Tagen. Mehr dazu
Die gesetzliche Servicegebühr von 10 %, die auf Restaurantrechnungen schon enthalten ist. Üblich sind zusätzlich etwa 10 % direkt für die Bedienung. Mehr dazu

Q

¿Qué lo que?
Lockere Begrüßung im Sinne von „Was geht?“, im Chat oft „KLK“ geschrieben. Mehr dazu
Quisqueya
Poetischer Name des Landes, überliefert als indigener Name der Insel. Er steckt auch in der Nationalhymne „Quisqueyanos valientes“ – und im Namen dieser Website. Mehr dazu

R

RD$ (DOP)
Der Dominikanische Peso. Ende Oktober 2026 lag der Referenzkurs der Zentralbank bei rund 60,4–60,9 RD$ je US-Dollar (Richtwert). Mehr dazu
Registro de Títulos
Das Grundbuchamt. Hier werden Eigentum, Hypotheken und Belastungen eingetragen; nach dem Kauf stellt es den neuen Título aus. Mehr dazu
Renatur
Geplantes nationales Register für touristische Unterkünfte, also auch Ferienwohnungen. Im Juli 2026 lag dazu ein Entwurf des Tourismusministeriums vor; prüfe den aktuellen Stand. Mehr dazu
Rentista
Aufenthaltsstatus für Menschen mit dauerhaftem passivem Auslandseinkommen von mindestens 2.000 US-Dollar im Monat (plus 250 je Angehörigem). Verlängert wird jeweils für vier Jahre. Mehr dazu
Residencia
Die Aufenthaltsgenehmigung. Sie läuft in zwei Stufen: Residenzvisum beim Konsulat im Heimatland, dann Antrag bei der Migrationsbehörde vor Ort. Mehr dazu
Restauración (Día de la)
Feiertag am 16. August. Er erinnert an den Beginn des Kriegs gegen die spanische Annexion 1863 – und ist zugleich der Tag, an dem ein neuer Präsident sein Amt antritt. Mehr dazu
RNC
Registro Nacional de Contribuyentes, die Steuernummer der DGII. Für einen Immobilienkauf brauchst du sie praktisch immer; die Ausstellung dauert laut Maklerportal etwa 1–3 Werktage. Mehr dazu
RT-9
Die ordentliche temporäre Residenz, der allgemeine Weg ohne Rente oder Investition. Sie wird jährlich verlängert; verlangt wird unter anderem ein Solvenznachweis. Mehr dazu

S

Sancocho
Kräftiger Eintopf mit Fleisch, Wurzelgemüse und Kochbananen. Der Sancocho de siete carnes mit sieben Fleischsorten gilt als Nationalsuppe. Mehr dazu
Sanky-Panky
Strand-Gigolo, der gezielt Touristinnen umwirbt – oft mit finanziellen Hintergedanken. Mehr dazu
Sargassum
Braunalgen, die vor allem von etwa Mai bis August an die Ost- und Nordostküste treiben. 2025 war ein Rekordjahr, 2026 das zweitstärkste. Die Nordküste und die Karibikseite gelten meist als weniger betroffen. Mehr dazu
Semana Santa
Die Karwoche vor Ostern – Hauptreisezeit der Dominikaner. Strände, Flüsse und Busse sind dann sehr voll. Mehr dazu

T

Taíno
Die indigene Bevölkerung, die Hispaniola ab etwa 600 n. Chr. besiedelte. Wörter wie hamaca, canoa oder yuca stammen aus ihrer Sprache. Mehr dazu
Tambora
Zweifellige Trommel afrikanischen Ursprungs, eines der drei Grundinstrumente des Merengue. Mehr dazu
Teleférico
Seilbahn. Die Bahn auf den Pico Isabel de Torres in Puerto Plata ist seit Juni 2024 geschlossen, die neue Anlage soll 2028 öffnen. In Santo Domingo ist die Seilbahn Teil des Nahverkehrs. Mehr dazu
Tíguere
Straßenschlauer Typ, Lebenskünstler. Kann bewundernd gemeint sein, aber auch als Warnung. Mehr dazu
Tinaco und Cisterna
Wassertank auf dem Dach (Tinaco) bzw. Zisterne. Weil in vielen Vierteln das Wasser nur zeitweise fließt, gehören Tank und Pumpe zur Grundausstattung. Mehr dazu
Título (Certificado de Título)
Die staatlich garantierte Eigentumsurkunde für ein Grundstück oder eine Wohnung. Lass sie vor dem Kauf von einem unabhängigen Anwalt mit dem Grundbuch abgleichen. Mehr dazu
Torrens-System
Grundbuchsystem, bei dem der Staat eingetragene Rechte garantiert. In der DR seit dem Registergesetz 108-05 die Grundlage jedes Immobilienkaufs. Mehr dazu
Tostones
Zweimal frittierte Scheiben grüner Kochbanane – die Standardbeilage zu Fisch und Fleisch. Mehr dazu
Touristenkarte
Sie erlaubt einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen und ist bei Flugreisen im Ticketpreis enthalten. Wer länger bleibt, zahlt eine gestaffelte Gebühr. Mehr dazu
Tres Golpes, Los
Mangú mit frittiertem Käse, frittierter Salami und Spiegelei, dazu Essigzwiebeln – das deftige Nationalfrühstück. Mehr dazu
Trujillo, Rafael
Diktator von 1930 bis 1961, dessen Regime Zehntausende Menschenleben kostete. 1961 wurde er erschossen; die Erinnerung an die ermordeten Schwestern Mirabal prägt das Land bis heute. Mehr dazu

U

Übertragungssteuer
Beim Immobilienkauf zahlt der Käufer 3 % an die DGII. Die Steuerreform Ley 30-26 hat diesen Satz nicht geändert; Befreiungen gibt es u. a. über CONFOTUR und für Pensionados beim Erstkauf. Mehr dazu
Unión de hecho
Eheähnliche Lebensgemeinschaft. Auswanderer berichten, dass nach einigen Jahren Zusammenleben Vermögensansprüche entstehen können – lass dich dazu von einem Anwalt beraten. Mehr dazu

V

Vaina
Allzweckwort für „Ding“, „Zeug“ oder „Problem“. „¡Qué vaina!“ – So ein Mist! Mehr dazu
Valle Nuevo
Hochplateau-Nationalpark bei Constanza auf rund 2.250 m. Im Januar 2024 wurden dort −10 °C gemessen; die Straße ist unbefestigt. Mehr dazu

W

Walsaison
Von etwa Mitte Januar bis Ende März kommen Buckelwale in die Bucht von Samaná, um zu kalben. Mit Walen schwimmen ist dort verboten, Boote müssen Mindestabstände einhalten. Mehr dazu

Y

Yipeta
SUV oder Geländewagen – abgeleitet vom englischen „Jeep“. Mehr dazu

Z

Zafacón
Mülleimer. Mehr dazu
Zona Colonial
Die Altstadt von Santo Domingo, seit 1990 UNESCO-Welterbe. Hier stehen die erste Kathedrale, die erste gepflasterte Straße und die älteste Festung Amerikas. Mehr dazu

Häufige Fragen

Was ist eine Cédula in der Dominikanischen Republik?

Die Cédula ist der dominikanische Personalausweis. Ausländer bekommen sie nach bewilligter Residencia und brauchen sie im Alltag für Bankkonto, Mietvertrag und Versicherungen.

Was bedeutet Apagón?

Apagón heißt Stromausfall. Außerhalb der Touristenzonen sind Stromausfälle häufig, deshalb haben viele Haushalte einen Inverter mit Batterien oder einen Generator.

Was ist ein Colmado?

Ein Colmado ist der kleine Laden an der Ecke, der zugleich Bar und Treffpunkt des Viertels ist. Viele verkaufen auch Kleinstmengen und liefern nach Hause.

Was heißt Guagua und Concho?

Guagua ist der Bus bzw. Kleinbus, Concho ein Sammeltaxi auf fester Route. Beide sind die günstigsten Verkehrsmittel im Land, aber oft voll und langsam.

Was bedeutet Tíguere auf Dominikanisch?

Ein Tíguere ist ein straßenschlauer Typ oder Lebenskünstler. Je nach Tonfall ist das bewundernd oder warnend gemeint.

Quellen und Stand der Informationen

Zuletzt geprüft: 3. November 2026. Gesetze, Gebühren und Flugpläne ändern sich – prüfe kritische Angaben vor deiner Reise oder Entscheidung bei der offiziellen Stelle.