Auf einen Blick
- Pflichtimpfung
- keine bei Einreise aus Deutschland
- Empfohlen
- Standardimpfungen, Hepatitis A
- Je nach Reise
- Dengue, Hepatitis B, Typhus, Tollwut
- Malaria
- mittleres Risiko in Azua, Elías Piña, San Juan, sonst gering
- Leitungswasser
- nicht trinken
- Krankenkasse
- kein Sozialversicherungsabkommen – private Reiseversicherung nötig
- Notruf
- 911
Welche Impfungen brauche ich?
Bei direkter Einreise aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es keine Pflichtimpfungen. Einen Nachweis der Gelbfieberimpfung brauchst du nur, wenn du aus einem Gelbfiebergebiet einreist.
| Impfung | Empfehlung laut Auswärtigem Amt |
|---|---|
| Standardimpfungen (Tetanus, Diphtherie, Polio, Masern u. a.) | für alle Reisenden prüfen und auffrischen |
| Hepatitis A | empfohlen |
| Dengue | je nach Reiseprofil, Impfstoff verfügbar |
| Hepatitis B | bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition |
| Typhus | bei einfachen Reisebedingungen oder längerem Aufenthalt |
| Tollwut | bei Kontakt mit Tieren, abgelegenen Reisen |
| Cholera | eventuell, nach ärztlicher Beratung |
Besonders wichtig ist derzeit Diphtherie: Laut Auswärtigem Amt gab es mehrere Fälle und Todesfälle, vor allem bei Kindern. Prüf deinen Impfstatus und lass ihn gegebenenfalls auffrischen. Am besten planst du 4–6 Wochen vor der Reise einen Termin beim Hausarzt oder in einer reisemedizinischen Praxis ein.
Dengue, Chikungunya und Zika: Mückenschutz ist das Wichtigste
Dengue kommt landesweit vor und wird von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Eine medikamentöse Prophylaxe gibt es nicht, aber einen Impfstoff, über den du mit deiner Ärztin sprechen kannst. Schwere Verläufe sind selten, Kinder sind laut Auswärtigem Amt besonders gefährdet.
Dieselben Mücken übertragen auch Chikungunya und Zika. Zika ist vor allem für Schwangere riskant – wer schwanger ist oder es werden möchte, sollte die Reise vorher ärztlich besprechen.
So schützt du dich:
- Mückenschutzmittel auf die Haut, tagsüber und abends.
- Lange, helle Kleidung, vor allem in der Dämmerung und im Wald.
- Unterkünfte mit Fliegengittern oder Moskitonetz wählen, Klimaanlage hilft.
- Bei Fieber nach oder während der Reise zum Arzt und die Reise erwähnen.
Reisende, die das Land mit dem Auto erkundet haben, nennen Mücken im Wald die größte Gefahr – gerade bei Wanderungen zu Wasserfällen.
Chikungunya und Zika im Detail
Chikungunya und Zika werden von denselben tagaktiven Aedes-Mücken übertragen wie Dengue. Ein eigener Impfschutz für Reisende steht in den Hinweisen des Auswärtigen Amts nicht im Vordergrund – Schutz bedeutet hier vor allem: nicht gestochen werden.
- Chikungunyaäußert sich typischerweise mit Fieber und Gelenkschmerzen, die teils lange anhalten können.
- Zikaverläuft oft mild, ist aber für Schwangere riskant, weil es dem ungeborenen Kind schaden kann. Wer schwanger ist oder eine Schwangerschaft plant, bespricht die Reise vorher ärztlich.
- Nach der ReiseFieber in den Wochen nach der Rückkehr immer ärztlich abklären lassen und den Aufenthalt in der Karibik erwähnen.
In der Regenzeit von Mai bis November sind Mücken aktiver – Monatsinfos unter Reisezeit.
Malaria: Wo gibt es ein Risiko?
Malaria kommt in der Dominikanischen Republik ganzjährig vor, überwiegend in der gefährlicheren Form (P. falciparum). Das Risiko ist aber regional sehr unterschiedlich:
| Gebiet | Risiko laut Auswärtigem Amt |
|---|---|
| Provinzen Azua, Elías Piña und San Juan | mittel |
| übriges Land inkl. Städte und Resorts | gering |
Für typische Urlaubsorte wie Punta Cana, Bayahibe, Samaná oder die Nordküste reicht guter Mückenschutz tags und nachts. Wer in die Gebiete mit mittlerem Risiko reist, etwa auf einer Rundreise in den Westen, kann nach ärztlicher Beratung ein Notfallmedikament zur Selbstbehandlung mitnehmen. Eine dauerhafte Prophylaxe empfiehlt das Auswärtige Amt nicht pauschal.
Leitungswasser, Eis und Essen
- Leitungswasser nicht trinkenDas Auswärtige Amt rät, wenn möglich auch zum Zähneputzen Flaschenwasser oder aufbereitetes Wasser zu nutzen. Einheimische und Auswanderer kaufen Trinkwasser im großen 5-Gallonen-Behälter (botellón).
- Eisin Resorts wird laut Reiseberichten aus gefiltertem Wasser gemacht. An Straßenständen bist du ohne Eis auf der sicheren Seite.
- Rohes EssenVorsicht bei Salat, ungeschältem Obst und nicht durchgegartem Fleisch, sonst drohen Durchfall und Lebensmittelvergiftung.
- CiguateraEine Fischvergiftung durch bestimmte Rifffische. Das Risiko ist von April bis September am höchsten. Frag im Restaurant, welcher Fisch es ist, und meide große Raubfische von Riffen.
Was du in der dominikanischen Küche probieren solltest, steht unter Essen & Trinken.
Sonne und Hitze
Die karibische UV-Strahlung ist stark, auch wenn es bewölkt ist. Viele unterschätzen sie gerade in den ersten Tagen.
- Hoher Lichtschutzfaktor, regelmäßig nachcremen, auch nach dem Baden.
- Kopfbedeckung, Sonnenbrille und lange, leichte Kleidung.
- Mittags in den Schatten.
- Viel trinken – von Mai bis Oktober ist es besonders heiß und schwül.
Sonnencreme bringst du am besten von zu Hause mit. Im Hotel und auch außerhalb ist sie teuer, berichten Residenten.
Strömungen, Seeigel und Korallen
Auch das Meer birgt Gesundheitsrisiken, die mit Impfungen nichts zu tun haben:
- StrömungenAn Stränden wie San Rafael und Los Patos im Südwesten oder Onda neben Ermitaño auf Samaná sind Brandung und Unterströmung gefährlich. Die Atlantikküste ist allgemein wellenreicher als die Karibikseite.
- Riffe und SteineWasserschuhe schützen an Kiesel- und Riffstränden. Am Kite Beach in Cabarete gibt es Feuerkorallen, die bei Berührung brennen.
- TiereWelche Tiere an Land und im Wasser unangenehm werden können, erklärt die Seite Tiere & Gefahren.
Tollwut und Tiere
Tollwut tritt vereinzelt auf, meist übertragen durch Hunde, Katzen oder Fledermäuse. Streichle keine fremden Tiere, auch keine niedlichen Straßenhunde. Nach einem Biss oder Kratzer die Wunde gründlich mit Wasser und Seife auswaschen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Beim Wandern in den Bergen gilt: auf den Wegen bleiben. Reisende berichten von Skorpionen und Spinnen, die zwar nicht tödlich, aber unangenehm sind.
Ärzte, Kliniken und Apotheken
Die medizinische Versorgung ist zweigeteilt. Private Kliniken in Santo Domingo erreichen teils europäisches Niveau, gute Versorgung gibt es auch in Santiago und Punta Cana. Öffentliche Krankenhäuser sind oft schlecht ausgestattet. Als bekannte Privatkliniken nennen Auswandererquellen zum Beispiel CEDIMAT, Hospiten und das Centro Médico UCE.
| Leistung | Richtwert (2026) |
|---|---|
| Allgemeinarzt | ca. 30–70 US$ |
| Facharzt | ca. 50–150 US$ |
Kliniken klären in der Regel zuerst die Bezahlung. Behandlungen müssen oft im Voraus bezahlt werden, und manche Krankenhäuser lassen Patienten erst gehen, wenn die Rechnung beglichen ist. Ohne Versicherungsbestätigung wird häufig die Kreditkarte belastet, schon bei einer Infusion wegen Durchfall.
Apotheken (farmacias) findest du in allen Städten und Touristenorten. Nimm trotzdem eine kleine Reiseapotheke mit deinen gewohnten Medikamenten mit. Für Medikamente mit psychotropen Stoffen brauchst du bei der Einreise ein Rezept.
Reiseversicherung: Warum sie Pflicht ist
Zwischen Deutschland und der Dominikanischen Republik gibt es kein Sozialversicherungsabkommen. Deutsche Krankenkassen zahlen dort in der Regel nicht. Das Auswärtige Amt empfiehlt deshalb dringend eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport.
Darauf solltest du achten:
- Rücktransport nach Hause, wenn medizinisch sinnvoll – nicht nur „medizinisch notwendig“.
- Keine niedrige Höchstgrenze für Behandlungskosten.
- 24-Stunden-Notrufnummer, die Kostenübernahmen direkt mit der Klinik klärt.
- Versicherungsnummer und Notrufnummer griffbereit auf dem Handy und auf Papier.
Residenten berichten: Je schneller die Kostenübernahme bestätigt ist, desto schneller beginnt die Behandlung. Wer auswandern will, braucht eine andere Lösung, siehe Krankenversicherung für Auswanderer.
Was Residenten über Versicherungen berichten
Ein US-Expat in Punta Cana berichtet, dass Kliniken mit einer lokalen Versicherungskarte ohne Verzögerung aufnehmen, während bei ausländischen Policen zuerst die Kostenübernahme geklärt wird. Für Urlauber heißt das: Die Notrufnummer deiner Auslandskrankenversicherung sollte rund um die Uhr erreichbar sein und Kostenübernahmen direkt mit der Klinik klären können. Speicher Versicherungsnummer und Notrufnummer im Handy und auf Papier, und nimm die Unterlagen auch auf Ausflüge mit.
Gesundheits-Checkliste vor der Reise
- 4–6 Wochen vorher: Impfstatus prüfen, Hepatitis A und Diphtherie-Auffrischung besprechen.
- Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport abschließen.
- Mückenschutz, Sonnencreme und Reiseapotheke einpacken.
- Rezepte für wichtige Medikamente mitnehmen.
- Notruf 911 und die Nummer deiner Versicherung speichern.
Weitere Reisetipps findest du unter Sicherheit und Mit Kindern reisen.





