Auf einen Blick
- Einreise
- Reisepass, kein Personalausweis; bis 30 Tage visumfrei
- E-Ticket
- Pflicht und kostenlos: eticket.migracion.gob.do
- Währung
- Dominikanischer Peso (RD$)
- Strom
- 110–120 V, Stecker Typ A/B
- Leitungswasser
- nicht trinken
- Notruf
- 911, Touristenpolizei POLITUR
Vor der Reise: Einreise und Versicherung
- Reisepass statt PersonalausweisDeutsche reisen mit Reisepass, vorläufigem Reisepass oder Kinderreisepass ein, der Personalausweis wird nicht akzeptiert. Bis 30 Tage brauchst du kein Visum. Achtung: Für EU-Bürger (also Deutsche und Österreicher) reicht bis 31.12.2026 ein Pass, der für die Dauer des Aufenthalts gültig ist; Schweizer brauchen weiterhin sechs Monate Restgültigkeit. Für Reisen ab 2027 vorher prüfen. Details: Einreise & E-Ticket.
- E-Ticket nur auf der offiziellen SeiteDas Formular ist Pflicht und kostenlos. Drittanbieter-Seiten verlangen dafür Geld und ranken bei Google teils weit oben. Die echte Adresse endet auf .gob.do. Den QR-Code als Screenshot speichern, oft wird er schon beim Check-in verlangt.
- Auslandskrankenversicherung mit RücktransportEs gibt kein Sozialversicherungsabkommen. Private Kliniken klären oft zuerst die Bezahlung, bevor sie behandeln. Mehr unter Gesundheit & Impfungen.
- Impfstatus prüfenPflichtimpfungen gibt es bei Einreise aus Deutschland nicht, empfohlen sind die Standardimpfungen und Hepatitis A. Wegen Diphtherie-Fällen lohnt ein Blick in den Impfpass.
- Reisezeit bewusst wählenHurrikansaison ist offiziell Juni bis November, Sargassum kommt vor allem von etwa Mai bis August. Siehe Reisezeit.
Geld: Pesos, Karten und Rechnungen
- In Pesos zahlen. Dollar werden in Touristenzonen oft angenommen, aber zu einem schlechten Kurs. An Kartenterminals immer die Abrechnung in Pesos wählen.
- Geldautomaten mit Bedacht. Automaten in Innenräumen, tagsüber und an belebten Orten nutzen. Viele verlangen Gebühren – eine Kreditkarte ohne Auslandsgebühren und eine Zweitkarte helfen. Zum Geldtauschen brauchst du den Pass, nie auf der Straße tauschen.
- Rechnung prüfen. Im Restaurant kommen oft 18 % ITBIS und 10 % Servicegebühr auf die Kartenpreise. Zusätzlich sind etwa 10 % Trinkgeld üblich. Beträge werden ins Terminal oft von Hand getippt – Beleg verlangen und kontrollieren.
- Kleine Scheine dabeihaben für Maut, Trinkgeld, Colmado und Strandstände. Alles Weitere unter Geld & Trinkgeld.
Sicherheit: Vorsicht ja, Panik nein
- Wertsachen nicht zeigen. Typisch sind Überfälle durch Motorradfahrer auf Handys, Taschen und Schmuck. Handy nicht offen am Straßenrand nutzen, Schmuck im Safe lassen, bei einem Überfall keinen Widerstand leisten.
- Nachts mit Taxi oder Uber. Abgelegene Viertel und einsame Strände nach Einbruch der Dunkelheit meiden. Taxis über das Hotel bestellen.
- Drogen: null Toleranz. Schon kleine Mengen bringen mehrjährige Haft. An den Flughäfen wird gezielt kontrolliert. Gepäck nie unbeaufsichtigt lassen, nichts für Fremde transportieren.
- Hilfe holen: Notruf 911, die Touristenpolizei POLITUR hat eine mehrsprachige App. Mehr unter Sicherheit.
Wasser, Sonne und Mücken
- Kein Leitungswasser trinken. Möglichst auch zum Zähneputzen Flaschenwasser nehmen. Bei Salaten und rohem Essen außerhalb guter Restaurants vorsichtig sein.
- Sonne unterschätzt jeder. Die karibische UV-Strahlung ist stark, auch bei Wolken und in den kühlen Bergen um Constanza. Sonnencreme von zu Hause mitbringen – vor Ort ist sie teuer.
- Mückenschutz tagsüber und abends. Dengue kommt landesweit vor und wird von tagaktiven Mücken übertragen. Lange Kleidung und Repellent helfen. Mehr zu Tieren und Risiken unter Tiere & Gefahren.
Kleidung, Etikette und Fotografieren
- Strandkleidung bleibt am Strand. In Kirchen, Behörden und vielen Restaurants werden lange Hosen und keine Badesachen erwartet. Im Ort nicht oben ohne herumlaufen. Für Abendrestaurants im Resort ein schickeres Outfit einpacken.
- Grüßen öffnet Türen. Wer einen Raum betritt, grüßt alle mit „Buenas“. Ein paar Worte Spanisch – por favor, gracias – machen viel aus, außerhalb der Resorts sprechen die wenigsten Englisch. Hilfe gibt es unter Dominikanisches Spanisch.
- Erst fragen, dann fotografieren. Menschen bitte nicht ungefragt fotografieren, besonders Kinder. Fotos mit Affen oder Papageien am Strand sind meist überteuert und für die Tiere belastend.
- Geduld mitbringen. „Ahorita“ heißt „gleich“ – oder irgendwann. Einreise, Transfers und Service dauern oft länger. Ungeduld ist der häufigste Konfliktpunkt mit Einheimischen.
Regeln, die viele Urlauber nicht kennen
Ein paar Vorschriften stehen in kaum einem Reiseführer, sorgen vor Ort aber regelmäßig für Ärger. Die wichtigsten laut dominikanischem Tourismusministerium (Stand: November 2026):
- Rückflugticket ist PflichtSeit April 2023 müssen Airlines bei ausländischen Gästen ein Hin- und Rückflugticket prüfen. Ohne Rück- oder Weiterflug darfst du nicht einsteigen.
- Alkohol erst ab 18Bars lassen Jugendliche unter 18 nicht hinein, auch nicht in Begleitung der Eltern.
- KleiderordnungIn Kirchen, manchen Museen und Denkmälern kommst du mit Shorts oder Minirock nicht hinein. Ins Teatro Nacional nur mit Jackett und ohne Jeans, in manche Behörden nicht mit ärmellosem Shirt oder offenen Schuhen.
- DrohnenUnter 2 kg brauchst du keine Genehmigung, eine schriftliche Erlaubnis der Luftfahrtbehörde IDAC wird trotzdem empfohlen, weil der Zoll Drohnen sonst gern festhält. Immer in Sichtweite, maximal 122 m Entfernung, nicht nachts und mindestens 8 km Abstand zu Flughäfen. Über 2 kg ist eine Genehmigung Pflicht, Antrag rund einen Monat vorher.
- Schonzeiten für MeeresfrüchteLangusten und Krabben dürfen vom 1. März bis 30. Juni nicht gefangen, verkauft oder serviert werden, Lambí (Riesenschnecke) vom 1. Juli bis 31. Oktober. Papageienfisch und Hai sind ganzjährig tabu. Wer sie dir trotzdem anbietet, verstößt gegen das Gesetz.
- AnredeBei Fremden lieber „usted“ als „tú“, ältere Menschen sprichst du mit „Don“ oder „Doña“ an. Dass dich eine Verkäuferin „mi amor“ nennt, ist normal und kein Flirt.
- VorwahlDie DR hat die Ländervorwahl +1 wie die USA, mit den Ortsvorwahlen 809, 829 und 849. Anrufe dorthin kosten aus Deutschland Auslandstarif.
Verhandeln und am Strand
- Preis immer vorher klären. Bei Taxis, Bootsfahrten und Strandverkäufern: Pesos oder Dollar, pro Person oder pro Boot? Bei Fisch fragen, ob pro Stück oder pro Pfund. Eine Kokosnuss, die ungefragt schon geöffnet wurde, musst du nicht bezahlen. In Souvenirläden ohne Preisschild ist Handeln normal.
- Strände sind öffentlich – und nicht alle zum Baden. Auch vor Resorts darf jeder an den Strand. An der Atlantikküste und an manchen Stränden im Südwesten gibt es starke Strömungen. Wasserschuhe helfen bei Steinen und Riffen. Die schönsten Strände zeigt Die schönsten Strände.
Unterwegs und Autofahren
- Der Verkehr ist das größte Risiko. Die Dominikanische Republik hat eine der höchsten Raten an Verkehrstoten weltweit. Nachts nicht über Land fahren, Motorräder ohne Licht und Temposchwellen sind gefährlich. Internationaler Führerschein empfohlen, Vollkasko abschließen, bei Polizeikontrollen auf einem schriftlichen Strafzettel bestehen. Alles unter Mietwagen & Autofahren und Unterwegs & Transport.
Alltag: Toilettenpapier und Steckdosen
- Toilettenpapier in den Eimer. Außerhalb großer Resorts gehört benutztes Papier in den Korb neben der Toilette, weil die Rohre sonst verstopfen. Ein kleiner Vorrat Taschentücher schadet nicht.
- US-Stecker, 110–120 Volt. Du brauchst einen Adapter für Typ A/B. Die meisten Ladegeräte vertragen 100–240 V, reine 230-V-Geräte wie manche Föhne brauchen einen Wandler. Außerhalb der Resorts kommen Spannungsspitzen und Stromausfälle vor. Plus: WhatsApp installieren – Fahrer, Guides und Restaurants kommunizieren fast nur darüber. Mehr unter Internet & Strom.
Kurz-Checkliste: Das gehört ins Gepäck
Vieles bekommst du vor Ort, manches ist dort aber teuer oder schwer zu finden. Diese Dinge solltest du aus den Tipps oben einpacken:
| Was? | Warum? |
|---|---|
| Reisepass plus Kopie | Einreise, Geldtausch, SIM-Karte; Kopie getrennt aufbewahren |
| Screenshot des E-Ticket-QR-Codes | wird oft schon beim Check-in verlangt |
| Zwei Karten, davon eine Kreditkarte ohne Auslandsgebühren | falls eine gesperrt wird oder verloren geht |
| Versicherungsnachweis | Kliniken klären oft zuerst die Kostenübernahme |
| Reiseadapter Typ A/B | US-Steckdosen |
| Sonnencreme, Mückenschutz | vor Ort deutlich teurer |
| Wasserschuhe | Steine, Riffe, Flussbetten |
| Lange Hose oder Kleid, geschlossene Schuhe | Kirchen, Behörden, Abendrestaurants |
| Leichte Jacke | eiskalte Klimaanlage in Fernbussen, kühle Abende in den Bergen |
| Offline-Übersetzer und Offline-Karten | an Wasserfällen und in den Bergen oft kein Netz |
Die Klimaanlagen in Fernbussen sind laut Tourismusministerium sehr kalt eingestellt, und in Jarabacoa oder Constanza wird es im Winter nachts richtig frisch. Wenn du etwas vergisst: In Supermärkten und Malls der größeren Orte bekommst du fast alles, nur eben teurer.
Bonus: Raus aus der Komfortzone
Viele Urlauber sehen nur ihr Resort. Schon ein Tag in Santo Domingo mit der ältesten Kolonialstadt Amerikas, ein Bad unter einem Wasserfall oder ein Abend im Colmado zeigen dir ein anderes Land. Plane bei einer Rundreise lieber zwei bis drei Wochen ein: Die Fahrzeiten werden oft unterschätzt. Inspiration findest du unter Rundreise und Sehenswürdigkeiten, Ideen für dein Budget unter Urlaubskosten.






