Auf einen Blick
- Lage
- im Resort Casa de Campo, La Romana, ca. 90 m über dem Río Chavón
- Entstehung
- Bau ab 1976, eröffnet 1982
- Eintritt
- für Nicht-Hotelgäste kostenpflichtig, Betrag nicht offiziell veröffentlicht; Halbtagestour ab Punta Cana ca. 70–75 US$ (Stand: November 2026)
- Zeitbedarf
- ca. 1,5 Std. vor Ort
- Anfahrt
- ab Bayahibe ca. 20–25 Min., ab Punta Cana ca. 1,5–2 Std.
- Beste Zeit
- Vormittag oder abends, wenn die Gassen beleuchtet sind
- Ideal für
- Fotostopp, Paare, Kreuzfahrtgäste, Kombi mit Höhle oder Insel
Was ist Altos de Chavón?
Altos de Chavón sieht aus wie ein Dorf aus dem Mittelmeerraum, das seit Jahrhunderten auf einer Felskante über dem Fluss steht: Steingassen, Treppen, Laternen, eine Kirche mit Glockenturm. Tatsächlich ist der Ort jünger als viele seiner Besucher. Er wurde ab den 1970er-Jahren geplant und gebaut und versteht sich bis heute als Künstler- und Kulturdorf.
Das Dorf liegt auf dem Gelände von Casa de Campo, dem großen Resort bei La Romana. Östlich grenzt es an den Golfplatz Dye Fore, unten im Tal fließt der Río Chavón. In den Gassen findest du Läden mit Zigarren, Schmuck, Kleidung und Kunsthandwerk, dazu Restaurants und Bars mit Terrassen über dem Fluss.
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Für viele Urlauber im Südosten ist Altos de Chavón ein klassischer Halbtagesausflug, für Kreuzfahrtgäste in La Romana oft der einzige Landgang-Stopp neben der Isla Catalina. In der Liste der Sehenswürdigkeiten der Dominikanischen Republik steht der Ort deshalb weit oben, obwohl er keine echte Altstadt ist.
Geschichte: Wie das Dorf entstand
Die Idee stammt vom italienischen Architekten Roberto Copa und vom Industriellen Charles Bluhdorn, dessen Konzern Gulf+Western damals hinter Casa de Campo stand. Ab 1976 entstand das Dorf nach dem Vorbild einer Siedlung des 16. Jahrhunderts. Der Bau dauerte rund sechs Jahre.
Das Baumaterial ist eine kleine Pointe: Verwendet wurden Steine, die beim Bau einer Straße in der Umgebung gesprengt worden waren. Die Handwerker bearbeiteten sie so, dass Mauern und Pflaster heute verwittert und alt wirken.
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Eröffnet wurde Altos de Chavón 1982, im August mit einem Konzert im neuen Amphitheater, bei dem unter anderem Frank Sinatra auftrat. Ein Jahr später kam eine Designschule dazu, die mit der Parsons School of Design in New York verbunden ist. Sie ist der Grund, warum das Dorf bis heute „Künstlerdorf“ heißt: Hier wird tatsächlich gelernt und gearbeitet, nicht nur verkauft.
Wer die echte Kolonialgeschichte des Landes sucht, findet sie in Santo Domingo. Den Überblick über Taíno-Zeit, Kolonie und Unabhängigkeit liefert die Seite Geschichte der Dominikanischen Republik.
Was du sehen kannst: Amphitheater, Kirche, Museum
- AmphitheaterDie offene Arena im griechischen Stil hat 5.000 Plätze. Seit der Eröffnung 1982 sind hier zahlreiche internationale Künstler aufgetreten. Ohne Konzert ist sie vor allem ein Fotomotiv mit Blick auf die Stufenränge.
- Kirche St. StanislausDer Mittelpunkt des Dorfs und einer der beliebtesten Hochzeitsorte des Landes, mit Blick über das Flusstal. Der Name erinnert an Papst Johannes Paul II., der 1979 Santo Domingo besuchte. Mehr zu Trauungen im Land unter Heiraten in der DomRep.
- Archäologisches MuseumDas Regionalmuseum zeigt präkolumbische Funde aus der Umgebung. Laut Tourismusministerium besitzt es eine der umfassendsten Sammlungen zur indigenen Kultur des Landes. Für Taíno-Interessierte ist es der inhaltlich stärkste Teil des Besuchs.
- Läden und AteliersZigarren, Schmuck, Kleidung und Kunsthandwerk. Die Preise liegen auf Resortniveau. Wer gezielt Zigarren kaufen will, liest vorher Zigarren, Rum & Kakao.
- Restaurants und BarsMehrere Lokale mit Terrassen über dem Fluss. Abends werden Plätze und Gassen beleuchtet, dann wirkt das Dorf am stimmungsvollsten.
Der Río Chavón und der Aussichtspunkt
Der eigentliche Star ist für viele nicht das Dorf, sondern der Blick. Altos de Chavón liegt rund 90 Meter über dem Río Chavón, der sich in einer grünen Schleife Richtung Meer windet. Von den Terrassen am Rand des Dorfs schaust du weit ins Tal, auf Palmen, Wald und das braungrüne Wasser.
Der beste Platz dafür ist die Aussichtsterrasse in der Nähe der Kirche. Das Tourismusministerium beschreibt das Dorf ausdrücklich als Fotostopp auf einer Fahrt durch La Romana, und genau so funktioniert es am besten: Gassen, Kirche, Flussblick, ein Kaffee auf der Terrasse.
Plane den Flussblick bewusst ein und hetz nicht direkt in die Läden. Morgens ist das Licht im Tal weicher, und die Terrassen sind noch leer.
Eintritt und Anfahrt für Nicht-Hotelgäste
Altos de Chavón liegt innerhalb des bewachten Geländes von Casa de Campo. Wer im Resort wohnt, kommt einfach hin. Alle anderen zahlen laut Tourismusministerium Eintritt oder buchen eine Tour, die den Eintritt enthält. Einen offiziellen Preis veröffentlicht weder das Ministerium noch das Resort. Reiseportale berichten, dass Selbstfahrer am Tor eine Tagesgebühr zahlen, deren Höhe nicht ausgeschildert ist.
| Anreise | Fahrzeit | Richtwert (Stand: November 2026) |
|---|---|---|
| Halbtagestour ab Punta Cana/Bávaro | 1,5–2 Std. pro Strecke, 4–5 Std. gesamt | ca. 70–75 US$ Erwachsene, 35–40 US$ Kinder (5–12) inkl. Eintritt |
| Taxi ab Bávaro (hin und zurück) | 1,5–2 Std. pro Strecke | ca. 150–200 US$ pro Fahrzeug |
| Mietwagen ab Bayahibe | ca. 20–25 Min. | Eintritt am Tor, Höhe vorab erfragen |
| Ab Santo Domingo | ca. 1,5 Std. bis La Romana | meist als Teil einer Rundreise |
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Am Tor wird kontrolliert, wer hineinfährt. Nimm einen Ausweis mit und frag am besten am Vortag über dein Hotel nach, was aktuell gilt. Öffnungszeiten für Tagesbesucher veröffentlicht das Resort nicht; die Tourzeiten am Vormittag und frühen Nachmittag zeigen, dass ein Besuch tagsüber problemlos möglich ist.
Wer ohnehin einen Mietwagen hat, kann Altos de Chavón gut mit dem Rest der Südostküste verbinden. Tipps zu Straßen, Maut und Nachtfahrten stehen unter Mietwagen & Autofahren.
Beste Uhrzeit und Zeitbedarf
Für das Dorf selbst reichen etwa 90 Minuten: einmal durch die Gassen, Kirche, Amphitheater, Aussichtspunkt, kurz ins Museum. Wer im Museum liest und auf einer Terrasse isst, plant zwei bis drei Stunden ein.
- VormittagTourveranstalter empfehlen den Start gegen 9:30 Uhr. Es ist kühler, das Licht ist besser, und das Pflaster heizt sich noch nicht auf.
- Mittag und früher NachmittagAuf den Steinen wird es laut Reiseberichten sehr heiß. Wenn Kreuzfahrtschiffe in La Romana liegen, ist es außerdem voller.
- AbendDie beleuchteten Plätze und Restaurantterrassen sind die schönste Stimmung des Tages. Das lohnt sich vor allem, wenn du in Casa de Campo, La Romana oder Bayahibe übernachtest und nicht im Dunkeln über Land zurückfahren musst.
Zur Reisezeit: Die Südküste ist warm und eher trocken, am trockensten ungefähr im Februar und März. Alle Monate im Überblick unter beste Reisezeit.
Altos de Chavón mit Ausflügen kombinieren
Weil der Besuch kurz ist, wird Altos de Chavón fast immer mit anderen Zielen gebündelt. Kombitouren dauern laut Anbietern 10–12 Stunden und kosten rund 100–150 US$ pro Person (Richtwert, Stand: November 2026), meist mit Bootsfahrt, Buffet und Getränken.
- Cueva de las MaravillasDie Höhle mit Hunderten Taíno-Zeichnungen liegt an der Straße zwischen San Pedro de Macorís und La Romana und ist dank Aufzug und Rampen barrierearm. Die beste Ergänzung zum Museum in Chavón. Details unter Höhlen in der Dominikanischen Republik.
- Isla CatalinaSchnorcheln an Riffen vor La Romana, als halber Tag gut mit Chavón kombinierbar. Mehr unter Isla Catalina.
- Isla SaonaDie Boote starten im Nachbarort Bayahibe. Eine Kombi ist möglich, macht den Tag aber sehr lang. Alles dazu unter Isla Saona.
- GolfDye Fore grenzt direkt an das Dorf, Teeth of the Dog liegt ebenfalls in Casa de Campo. Mehr unter Golf in der Dominikanischen Republik.
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Wer in Punta Cana wohnt, findet alle Tagestouren im Vergleich unter Ausflüge ab Punta Cana. Mein Tipp: Wohnst du in Bayahibe, fahr selbst hin und komm am späten Nachmittag. Dann erlebst du den Sonnenuntergang über dem Tal und sparst dir den langen Bustag.
Lohnt sich Altos de Chavón?
Ehrlich eingeordnet: Altos de Chavón ist eine schön gemachte Kulisse, kein historischer Ort. Wer das weiß, wird selten enttäuscht. Wer eine echte Kolonialstadt erwartet, schon eher.
| Lohnt sich, wenn du … | Eher nicht, wenn du … |
|---|---|
| in La Romana, Bayahibe oder Casa de Campo wohnst | nur dafür 4 Stunden im Bus sitzen müsstest |
| Fotos, Flussblick und einen Abend mit Stimmung suchst | echte Geschichte aus dem 16. Jahrhundert sehen willst |
| den Besuch mit Höhle, Catalina oder Golf kombinierst | Shopping zu lokalen Preisen erwartest |
| als Kreuzfahrtgast nur wenige Stunden hast | Menschenmengen an Schiffstagen meidest |
Für echte Kolonialarchitektur fährst du in die Zona Colonial von Santo Domingo. Wer mit dem Schiff in La Romana anlegt, findet Tipps für den Landgang unter Kreuzfahrt & Landgang.






