Auf einen Blick
- Klima
- tropisch, Jahresmittel landesweit ca. 25 °C
- Küste tagsüber
- ca. 28–32 °C
- Wasser
- ca. 26–29 °C
- Regenzeit
- Mai bis November (Nordküste: Nov. bis Jan.)
- Trockenste Monate
- Februar und März (Osten, Süden)
- Hurrikansaison
- 1. Juni bis 30. November
- Kältester Ort
- Valle Nuevo, Frost möglich (−10 °C im Jan. 2024)
- Wetterdienst
- INDOMET (indomet.gob.do)
Wie ist das Klima in der Dominikanischen Republik?
Die Dominikanische Republik hat ein tropisches Klima: An der Küste ist es das ganze Jahr warm, tagsüber meist zwischen 28 und 32 °C. Das Jahresmittel liegt landesweit bei rund 25 °C – heruntergezogen von den Bergen, wo es deutlich kühler ist.
Die Monate unterscheiden sich weniger bei der Temperatur als beim Regen und bei der Luftfeuchtigkeit. Und die Insel ist groß und gebirgig genug, dass zwei Orte am selben Tag völlig unterschiedliches Wetter haben können: Sonne in Punta Cana, Dauerregen in Puerto Plata, Frost in Valle Nuevo.
Grob gilt: Von Dezember bis April ist es im Osten und Süden trockener, von Mai bis November regnet es mehr, und von Juni bis November läuft die Hurrikansaison. Die Nordküste folgt einem eigenen Kalender. Welcher Monat für dich am besten passt, zeigt die Übersicht zur besten Reisezeit.
Sechs Klimazonen: Wo ist das Wetter wie?
Wer vom Wetter in der Dominikanischen Republik spricht, muss sagen, welche Ecke er meint. Diese sechs Zonen solltest du kennen:
| Zone | Typische Orte | Charakter | Trockenste Zeit |
|---|---|---|---|
| Osten | Punta Cana, Bávaro, Cap Cana | trockenste Badeküste, ca. 50–140 mm Regen pro Monat | Februar, März |
| Süden | Santo Domingo, Boca Chica, Bayahibe, La Romana | heiß, im Sommer besonders schwül | Februar, März |
| Nordküste | Puerto Plata, Sosúa, Cabarete | Atlantik, nasser Winter, trockener Sommer | Juli, August |
| Samaná | Las Terrenas, Las Galeras, Santa Bárbara de Samaná | grün, keine echte Trockenzeit | Februar, März |
| Berge | Jarabacoa, Constanza, Pico Duarte | mild bis kühl, im Winter nachts Frost möglich | Dezember bis April |
| Südwesten | Barahona, Pedernales, Lago Enriquillo | trockenste Region des Landes, Täler mit Dornbusch | Dezember bis April |
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Osten
Rund um Punta Cana fällt am wenigsten Regen aller großen Urlaubsorte, übers Jahr nur gut 1.100 mm. Am nassesten ist der Oktober mit rund 140 mm – das ist immer noch weniger, als Puerto Plata im Januar abbekommt.
Süden
In Santo Domingo und an der Karibikküste ist es im Winter trocken und angenehm, der März ist der trockenste Monat. Von Mai bis Oktober kommen kräftige Schauer, von Juni bis Oktober wird es heiß und schwül.
Nordküste
An der Atlantikküste um Puerto Plata und Cabarete sind November und Dezember mit je rund 240 mm am nassesten, Juli und August dagegen relativ trocken. Wer hier im Winter Urlaub macht, sollte graue Tage und nächtlichen Regen einplanen.
Samaná
Die Halbinsel Samaná ist der grünste Teil der Küste. Eine echte Trockenzeit gibt es nicht. Februar und März sind am trockensten – praktischerweise genau in der Walsaison.
Berge
Jarabacoa heißt „Stadt des ewigen Frühlings“, mit ganzjährig etwa 16–25 °C. Im Hochtal von Constanza und darüber wird es noch kühler, mehr dazu unten.
Südwesten
Der Südwesten liegt im Regenschatten der großen Gebirge. In den Tälern fallen nur rund 500 mm Regen im Jahr, im Valle de Neiba laut einer Länderstudie der US Library of Congress sogar nur rund 350 mm. In geschützten Tälern sind 40 °C keine Seltenheit. Die Berghänge über Barahona sind dagegen grün und können bei Unwettern enorme Regenmengen abbekommen.
Klimatabelle nach Region: Luft, Wasser, Regentage, Sonne
Die Tabelle zeigt pro Monat und Region: Tageshöchst-/Nachttemperatur (°C) · Wassertemperatur (°C) · Regentage · Sonnenstunden pro Tag. Ein Klick auf den Monat führt zur Detailseite.
| Monat | Punta Cana (Osten) | Puerto Plata (Norden) | Samaná (Nordosten) | Santo Domingo (Süden) |
|---|---|---|---|---|
| Januar | 28/21 · 26 · 16 · 8 | 28/17 · 26 · 13 · 6 | 28/19 · 26 · 15 · 7 | 29/19 · 27 · 14 · 8 |
| Februar | 28/21 · 26 · 12 · 9 | 28/17 · 26 · 10 · 7 | 29/19 · 26 · 12 · 8 | 30/19 · 26 · 11 · 8 |
| März | 29/21 · 26 · 12 · 9 | 29/18 · 26 · 10 · 7 | 29/19 · 26 · 12 · 8 | 30/20 · 26 · 10 · 8 |
| April | 30/22 · 26 · 11 · 9 | 30/18 · 26 · 10 · 7 | 30/20 · 27 · 11 · 8 | 31/21 · 27 · 9 · 8 |
| Mai | 30/23 · 27 · 13 · 8 | 31/20 · 27 · 13 · 7 | 30/21 · 27 · 13 · 8 | 31/22 · 27 · 12 · 8 |
| Juni | 31/23 · 28 · 14 · 8 | 32/20 · 27 · 13 · 8 | 31/22 · 28 · 13 · 8 | 31/22 · 28 · 12 · 8 |
| Juli | 32/24 · 28 · 16 · 9 | 32/20 · 28 · 15 · 8 | 31/22 · 28 · 16 · 8 | 32/23 · 28 · 14 · 8 |
| August | 32/24 · 28 · 16 · 9 | 32/21 · 28 · 15 · 8 | 31/22 · 28 · 16 · 8 | 32/22 · 28 · 15 · 8 |
| September | 32/24 · 29 · 15 · 8 | 32/21 · 29 · 16 · 7 | 31/21 · 29 · 16 · 8 | 32/22 · 29 · 14 · 8 |
| Oktober | 31/23 · 29 · 16 · 8 | 32/20 · 29 · 17 · 7 | 31/21 · 29 · 17 · 7 | 32/22 · 29 · 16 · 7 |
| November | 30/22 · 28 · 16 · 8 | 29/19 · 28 · 14 · 6 | 29/20 · 28 · 15 · 7 | 31/21 · 28 · 14 · 7 |
| Dezember | 29/22 · 27 · 17 · 7 | 28/18 · 27 · 14 · 6 | 28/19 · 27 · 16 · 6 | 30/20 · 27 · 15 · 7 |
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Langjährige Mittelwerte, gerundet, nach weather2travel (Datengrundlage CRU, UK Met Office, KNMI). Richtwerte, keine Vorhersage.
Was auffällt: Die Luft schwankt übers Jahr nur um etwa vier Grad, das Wasser um drei. Am stärksten unterscheiden sich die Nächte – in Puerto Plata kühlt es im Winter auf rund 17 °C ab, in Punta Cana nur auf 21 °C. Alle Details zum Meer findest du auf der Seite Wassertemperatur.
Regenzeit in der Dominikanischen Republik: Was sie wirklich bedeutet
Die Regenzeit dauert im größten Teil des Landes etwa von Mai bis November, an der Nordküste liegt der Schwerpunkt dagegen von November bis Januar. „Regenzeit“ heißt aber nicht, dass es wochenlang grau ist.
Typisch sind kurze, kräftige Schauer, oft gefolgt von Sonne. An der Nordküste fällt der Regen im Winter häufig nachts oder am frühen Morgen, in Samaná berichten Reisende zu Beginn der Regenzeit von Schauern morgens und abends. Deshalb sagt die Zahl der Regentage wenig: Punta Cana hat im Januar rund 16 Regentage, aber nur 67 mm Regen. Aussagekräftiger ist die Menge in Millimetern:
| Monat | Punta Cana | Puerto Plata | Samaná | Santo Domingo |
|---|---|---|---|---|
| Januar | 67 mm | 148 mm | 122 mm | 63 mm |
| Februar | 55 mm | 122 mm | 98 mm | 54 mm |
| März | 53 mm | 122 mm | 101 mm | 49 mm |
| April | 73 mm | 167 mm | 146 mm | 69 mm |
| Mai | 131 mm | 167 mm | 239 mm | 202 mm |
| Juni | 112 mm | 88 mm | 163 mm | 153 mm |
| Juli | 92 mm | 62 mm | 170 mm | 157 mm |
| August | 101 mm | 80 mm | 194 mm | 179 mm |
| September | 109 mm | 107 mm | 191 mm | 174 mm |
| Oktober | 142 mm | 152 mm | 227 mm | 181 mm |
| November | 119 mm | 241 mm | 239 mm | 103 mm |
| Dezember | 89 mm | 246 mm | 185 mm | 75 mm |
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Langjährige Mittelwerte, gerundet, nach weather2travel. Richtwerte.
Zwei Muster stecken in diesen Zahlen. Erstens gibt es im Süden, Osten und in Samaná einen ersten Regengipfel im Mai, danach eine etwas ruhigere Phase im Juni und Juli und einen zweiten Gipfel im Herbst. Zweitens verhält sich die Nordküste fast spiegelverkehrt: Sie ist im Sommer am trockensten und im Winter am nassesten.
Plane in der Regenzeit Ausflüge eher für den Vormittag und halte dir einen Puffertag frei. Nach starkem Regen werden Wanderwege in den Bergen schlammig, Flüsse schwellen an, und vor Flussmündungen ist das Meer trüb.
Passatwinde: Warum es an der Küste erträglich bleibt
Das ganze Jahr weht aus Nordost der Passat vom Atlantik über die Insel. Er ist der Grund, warum sich 30 °C am Strand oft angenehmer anfühlen als in der Stadt, und er bestimmt, wo es regnet.
- LuvseiteDer Wind drückt feuchte Atlantikluft gegen die Berge im Nordosten. Dort steigt sie auf und regnet ab – auf den windzugewandten Hängen fallen 2.500 mm und mehr im Jahr. Deshalb ist Samaná so grün.
- LeeseiteHinter den Gebirgen kommt die Luft trocken an. Das erklärt den kargen Südwesten und die trockenen Täler an der Grenze zu Haiti.
- NordküsteDer Atlantik schickt im Winter mehr Wellen, im Sommer weht in Cabarete ein kräftiger Wind, der sich gegen Mittag aufbaut. Die Kite-Saison läuft etwa von April bis September, Details unter Kitesurfen & Surfen.
Für den Badeurlaub heißt das: An der Ostküste sorgt der Wind für Abkühlung, an geschützten Buchten im Süden steht die Luft dagegen öfter. Wer Hitze schlecht verträgt, wählt im Sommer lieber eine Unterkunft mit Meerbrise als ein Zimmer in der Altstadt.
Luftfeuchtigkeit und gefühlte Temperatur
Viele Urlauber kommen mit 30 °C gut klar – die Schwüle unterschätzen sie. Die Luftfeuchtigkeit ist in der Dominikanischen Republik ganzjährig hoch und steigt in der Regenzeit weiter. Am drückendsten ist es von Juni bis Oktober, vor allem in Santo Domingo und an der Südküste. Dann liegt die gefühlte Temperatur oft deutlich über dem Messwert, und auch nachts kühlt es an der Küste kaum unter 21–24 °C ab.
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Angenehmer ist es von Dezember bis März: Die Nächte sind kühler, die Luft ist trockener, und Stadtbesichtigungen machen mehr Spaß. Spürbar frischer bleibt es das ganze Jahr in den Bergen.
- TrinkenBei Hitze und Schwüle verlierst du viel Flüssigkeit, gerade auf Bootstouren und mit Kindern. Mehr unter Gesundheit.
- KleidungLeichte Baumwolle oder Leinen statt Synthetik. Was trocknen soll, trocknet in der Regenzeit langsam.
- TechnikKamera und Handy beschlagen, wenn du aus dem klimatisierten Zimmer nach draußen gehst. Gib ihnen ein paar Minuten.
- Mittag meidenAktivitäten am Vormittag oder späten Nachmittag sind deutlich angenehmer.
Wetter in den Bergen: Frost in Valle Nuevo
Die Dominikanische Republik hat den höchsten Berg der Karibik, und das merkst du am Thermometer. Je höher, desto kühler: Im Herzen der Cordillera Central um Constanza liegt das Jahresmittel bei rund 18 °C.
- Jarabacoatagsüber etwa 16–25 °C, im Winter nachts rund 10–15 °C. Die trockeneren Monate sind Dezember bis April.
- Constanza und Valle NuevoDer Nationalpark Valle Nuevo liegt auf etwa 2.250 m. Morgens gibt es dort häufig Frost und Nebel. Am 24. Januar 2024 wurden −10 °C gemessen, der tiefste Wert seit 20 Jahren.
- Pico DuarteWer im Winter aufsteigt, übernachtet in der Hütte bei Temperaturen unter null. Mehr unter Pico Duarte.
Pack für einen Abstecher in die Berge eine warme Jacke ein, für Valle Nuevo oder den Pico Duarte sogar Mütze und Handschuhe. Und bedenke, dass Bergflüsse nach Regen schnell anschwellen – Rafting und Canyoning nur mit erfahrenen Anbietern. Badestellen und Fälle findest du unter Wasserfälle.
Hurrikane und Seegras: die zwei Wetter-Joker
Zwei Dinge haben mit dem Klima zu tun, stehen aber in keiner Klimatabelle:
- Hurrikansaisonoffiziell vom 1. Juni bis 30. November, die meisten Stürme entstehen zwischen Mitte August und Mitte Oktober, der statistische Gipfel liegt um den 10. September. Ein direkter Treffer ist selten, aber auch vorbeiziehende Stürme bringen Starkregen und Überschwemmungen – Hurrikan Melissa ließ im Oktober 2025 in Polo (Barahona) 737 mm Regen niedergehen, normal sind dort im ganzen Oktober rund 246 mm. Alles zu Risiko, Regionen und Versicherung: Hurrikansaison.
- SargassumBraunalgen, die vor allem vom Frühjahr bis in den Sommer an die Strände treiben, mit Höhepunkt im Juni und Juli. Der Osten ist am stärksten betroffen, die Nordküste meist weniger. Wie du die Lage prüfst: Seegras & Sargassum.
Beide können einen Strandurlaub stärker beeinflussen als ein paar Regentage.
Wetter-Apps und Vorhersage: Worauf du dich verlassen kannst
Für die Tagesvorhersage reicht jede gängige Wetter-App. Für Warnungen solltest du dich aber an die offiziellen Stellen halten:
| Quelle | Wofür |
|---|---|
| INDOMET (nationaler Wetterdienst, früher ONAMET), indomet.gob.do | offizielle Vorhersagen, Unwetter- und Seewarnungen auf Spanisch |
| US National Hurricane Center, nhc.noaa.gov | Zugbahnen und Prognosekegel aller Atlantikstürme, oft Tage im Voraus |
| AlertaCOE (App des Notfallzentrums COE) | Warnstufen grün, gelb, rot je Provinz |
| Auswärtiges Amt, App „Sicher Reisen“ | Reise- und Sicherheitshinweise auf Deutsch |
Lass dich vom Regensymbol in der App nicht abschrecken. In den Tropen reicht oft ein einzelner Schauer, damit ein ganzer Tag als „Regen“ angezeigt wird. Schau lieber auf den Stundenverlauf und die Regenwahrscheinlichkeit. Und achte bei INDOMET auf Hinweise zu hohem Wellengang – dann sind offene Atlantikstrände gefährlich, auch wenn die Sonne scheint.
Mehr zu Notfällen und Warnungen unter Sicherheit, was du für welches Wetter einpackst, steht in der Packliste.






