Immobilienpreise in der Dominikanischen Republik: m²-Preise nach Region

Von rund 1.100 bis 3.500 US$ pro m²: Was Wohnungen in den wichtigsten Regionen kosten, was sie an Miete bringen und welche Gegend zu wem passt.

7 Min. LesezeitVon SerafinAktualisiert am 3. November 2026

Kurz gesagt

Die Immobilienpreise in der Dominikanischen Republik liegen für Wohnungen laut Angebotsdaten im Median bei rund 2.000 US$ pro m² (Stand Juni 2026). Am teuersten ist Cap Cana mit rund 3.500 US$/m², gefolgt von Cabarete und Las Terrenas; günstiger sind Santiago, La Romana und Santo Domingo Este. Die Bruttomietrendite lag Anfang 2026 landesweit bei rund 8,5 % – netto bleibt nach Kosten und Steuern spürbar weniger.

Inhalt: 8 Abschnitte
  1. Woher die Immobilienpreise stammen – und was sie nicht zeigen
  2. Preis pro m² nach Region (Stand Juni 2026)
  3. Punta Cana im Detail: Preise und Mieten nach Zone
  4. Mietrenditen: Was Immobilien abwerfen
  5. Kurzzeitvermietung: Chancen und Regeln
  6. Welche Region passt zu wem?
  7. So nutzt du die Preise für dein Angebot
  8. Preisentwicklung 2024–2026: Der Markt kühlt ab
Luftaufnahme der türkisen Küste von Punta Cana mit Hotelanlagen
Foto: vitalii-rabinovych-945923684 / Pexels

Auf einen Blick

Landesmedian
ca. 2.000 US$/m² (Wohnungen, Angebote, Juni 2026)
Teuerste Lage
Cap Cana, ca. 3.465 US$/m²
Günstigste Auswahl
Santo Domingo Este, ca. 1.120 US$/m²
Bruttomietrendite
ca. 8,5 % landesweit (Q1 2026)
Preisentwicklung
+7,7 % nominal, ca. +3 % real (Jahr bis Q1 2026)
Datenbasis
Angebotspreise, keine notariellen Verkaufspreise

Woher die Immobilienpreise stammen – und was sie nicht zeigen

Offizielle Transaktionspreise wie in Deutschland gibt es für die Dominikanische Republik kaum. Die Zahlen auf dieser Seite stammen deshalb vor allem aus einer Auswertung von rund 65.000 Wohnungsinseraten eines großen dominikanischen Immobilienportals (Stand Juni 2026) und aus einer internationalen Marktanalyse mit Daten bis Juli 2026.

Drei Dinge solltest du beim Lesen im Kopf behalten:

  • Angebots- statt VerkaufspreiseWas tatsächlich gezahlt wird, liegt oft darunter. Verhandeln ist üblich.
  • Nur WohnungenFür Villen und Häuser gibt es keine systematischen Daten. Gerade Luxusgebiete wie Casa de Campo bei La Romana wirken in der Statistik deshalb günstiger, als sie sind.
  • MaklerdatenDie Quelle ist ein Maklerportal mit Eigeninteresse. Die Größenordnungen sind plausibel, sie sind aber keine amtliche Statistik.

Alle Preise gelten in US-Dollar. Für den Weg vom Inserat zum eigenen Titel lies den Ratgeber Haus kaufen in der Dominikanischen Republik.

Preis pro m² nach Region (Stand Juni 2026)

RegionUS$/m² (Median)Medianpreis Wohnung
Cap Cana3.465374.500 US$
Cabarete2.641285.000 US$
Las Terrenas2.375263.000 US$
Bayahibe2.350165.000 US$
Punta Cana–Bávaro2.278195.000 US$
Juan Dolio2.143200.850 US$
Santo Domingo (Distrito Nacional)2.119245.000 US$
Provinz Samaná (ohne Las Terrenas)2.113245.000 US$
Sosúa2.083175.000 US$
Puerto Plata2.025197.885 US$
Santiago1.472179.500 US$
La Romana–Casa de Campo1.353135.000 US$
Santo Domingo Este1.120126.000 US$
Landesmedianca. 2.000–
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Quelle: Angebotsdaten eines dominikanischen Immobilienportals, Juli-Report 2026. Andere Erhebungen kommen auf ähnliche Größenordnungen: Ein internationales Portal nannte im Juni 2026 landesweit rund 2.370 US$/m² für Wohnungen und rund 1.850 US$/m² für Häuser.

Santo Domingo nach Stadtteil

In der Hauptstadt ist die Spanne groß. Laut derselben Auswertung lagen die Angebotspreise in Piantini bei rund 2.720 US$/m², in Naco bei rund 2.380, in Bella Vista bei rund 2.300, in Evaristo Morales bei rund 2.130 und im zentrumsnahen Gazcue bei rund 1.990 US$/m² (Stand Juni 2026). Mehr zur Stadt unter Santo Domingo.

Punta Cana im Detail: Preise und Mieten nach Zone

Punta Cana ist kein einheitlicher Markt. Zwischen dem einfachen Pueblo Bávaro und dem abgeschlossenen Cap Cana liegt mehr als das Doppelte pro Quadratmeter. Die folgenden Werte stammen aus einer Auswertung von rund 3.000 Inseraten (Daten März 2026):

ZoneUS$/m²MedianpreisMonatsmiete (Median)
Cap Cana3.308373.500 US$2.575 US$
Los Corales2.716256.000 US$1.100 US$
Downtown Punta Cana2.597160.600 US$1.300 US$
Cana Bay2.500265.000 US$1.400 US$
Cocotal2.457270.000 US$1.300 US$
Vista Cana2.300150.000 US$1.200 US$
Bávaro1.942165.000 US$1.200 US$
White Sands1.861163.351 US$1.200 US$
Pueblo Bávaro1.40087.250 US$650 US$
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Bedenke bei Punta Cana auch den Strand vor der Tür: Bávaro und die Ostküste gehören zu den Küsten, die von Mai bis August am stärksten von Sargassum-Algen betroffen sind. Fachmedien berichten, dass Investoren das inzwischen in ihre Risikoanalyse einbeziehen. Alles zur Region unter Punta Cana.

Mietrenditen: Was Immobilien abwerfen

Laut einer internationalen Marktanalyse lag die Bruttomietrendite für Wohnungen im ersten Quartal 2026 landesweit bei rund 8,5 %. In Santo Domingo waren es rund 9,1 % (Zweizimmerwohnungen fast 9,9 %), in Punta Cana–Bávaro rund 8 %. Eine Vergleichsauswertung vom Februar 2026 nannte für Juan Dolio rund 8,9 %, für Punta Cana rund 8,4 % und für Cap Cana nur rund 6,7 % – teure Lagen bringen also nicht automatisch mehr.

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Innerhalb von Punta Cana nennt ein Maklerportal für einzelne Mikrolagen noch höhere Bruttowerte, etwa rund 12,6 % an der Avenida Barceló und knapp 10 % in Arena Gorda und Downtown. Solche Spitzenwerte solltest du mit Vorsicht lesen.

Brutto ist nicht netto

Von der Bruttorendite gehen ab:

  • Hausgeld für Wachdienst, Pool und Garten,
  • Leerstand und Instandhaltung,
  • Verwaltung – bei Ferienvermietung laut Praxisangaben oft 20–30 % der Einnahmen,
  • Steuern in der Dominikanischen Republik und gegebenenfalls im Heimatland,
  • Strom, wenn er im Mietpreis enthalten ist – Klimaanlagen treiben die Rechnung schnell auf über 150 US$ im Monat.

Wie Mieteinnahmen besteuert werden, erklärt der Ratgeber Kaufnebenkosten & Steuern.

Was Wohnungen zur Langzeitmiete kosten

Für Auswanderer, die erst mieten wollen, eine Orientierung (1-Zimmer-Wohnung, US$/Monat, Richtwerte 2026): Santo Domingo-Piantini/Naco 900–1.500, Gazcue 500–800, Santiago 450–800, Punta Cana (möbliert, gesicherte Anlage) 1.200–2.500, Las Terrenas 800–1.600, Sosúa 500–800, Puerto Plata 500–900, Jarabacoa 350–650. Mehr unter Lebenshaltungskosten.

Kurzzeitvermietung: Chancen und Regeln

Mit Ferienvermietung lässt sich laut einem Maklerportal die Rendite gegenüber der Langzeitmiete teils deutlich steigern. Unabhängige Auslastungsdaten habe ich dafür nicht ausgewertet – rechne lieber konservativ. Laut Zahlen des Tourismusministeriums gibt es im Land rund 60.000 Kurzzeitmietobjekte; die Konkurrenz ist also groß.

Bevor du mit Airbnb kalkulierst, prüfe drei Dinge:

  • HausordnungViele Wohnanlagen verbieten oder beschränken Kurzzeitvermietung. Das steht in den Statuten der Eigentümergemeinschaft – lies sie vor dem Kauf.
  • SteuernAuf Beherbergung fallen 18 % ITBIS an. Du musst dich registrieren, Belege ausstellen und monatlich erklären.
  • RegulierungDas Tourismusministerium hatte im Juli 2026 ein Pflichtregister für Ferienunterkünfte (RENATUR) vorgeschlagen, den Entwurf dann aber zurückgezogen. Er wird in einem Dialog mit der Branche überarbeitet. Rechne damit, dass künftig eine Registrierung nötig wird.

Welche Region passt zu wem?

RegionPasst fürBedenke
Punta Cana–BávaroFerienvermietung, größtes Angebot, internationaler FlughafenSargassum im Sommer, viele Neubauprojekte – Off-Plan genau prüfen
Cap CanaLuxus, abgeschlossene Wohnanlagehöchste Preise, niedrigere Bruttorendite
Santo DomingoLangzeitmiete, Selbstnutzer mit Stadtleben, Ärzte und Infrastrukturkein Strandleben, Verkehr
Juan DolioPreis-Leistung am Meer, Nähe zur Hauptstadtohne Auto wenig mobil; große Neubauprojekte angekündigt
SosúaAuswanderer, ganzjährige Mietnachfrage, günstiger als CabareteAbendviertel bewusst wählen
CabareteKitesurfer, Sportler, Ferienvermietunghöheres Preisniveau
Puerto PlataSelbstnutzer, Direktflug aus Frankfurtkleinerer Markt
Las Terrenaseuropäische Community, Natur, Ferienvermietunghohe Preise, Sargassum möglich
Bayahiberuhige Karibikküste, kleinere Wohnungenkleiner Markt
SantiagoSelbstnutzer mit lokalem Leben, niedrige Preisewenig Tourismus, kein Meer
JarabacoaBergklima, günstige Mietenkaum Kaufpreisdaten, Auto nötig
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Aus der Praxis berichten Auswanderer, dass sich das Leben auf dem Land, im Touristenort und in der Großstadt grundlegend unterscheidet. Ein Touristenort kann sich auf Dauer wie eine Blase anfühlen, eine Stadt wie Santiago dagegen bodenständiger und günstiger. Wer selbst einziehen will, sollte mehrere Lebensmodelle vor dem Kauf zur Miete testen.

Und Miches?

Rund um Miches an der Nordostküste entstehen neue Luxushotels und Markenresidenzen. Belastbare Wohnungspreise gibt es dort noch nicht; Grundstückspreise kursieren vor allem in werblichen Quellen. Wer hier investiert, kauft eine Erwartung – mit entsprechendem Risiko.

So nutzt du die Preise für dein Angebot

Die Medianwerte helfen dir, ein konkretes Inserat einzuordnen. Rechne den Angebotspreis auf den Quadratmeter um und vergleiche ihn mit der Region und, in Punta Cana oder Santo Domingo, mit der Zone. Liegt ein Objekt deutlich darüber, sollte es dafür einen nachvollziehbaren Grund geben – Meerblick, Strandlage, Ausstattung oder eine sehr gute Anlage.

  • Frag nach VergleichsverkäufenEin seriöser Makler kann dir sagen, was ähnliche Wohnungen in der Anlage zuletzt tatsächlich gebracht haben.
  • Vergleiche SprachenSieh dir auch spanischsprachige Inserate an. Auf rein englischsprachigen Angeboten liegen die Preise für Ausländer nach Fachquellen oft höher.
  • Rechne das Hausgeld mitEine günstige Wohnung mit hohem Hausgeld kann am Ende teurer sein als eine teurere ohne.
  • Prüfe den WechselkursDu zahlst in US-Dollar. Schwankt der Euro oder Franken, ändert sich dein tatsächlicher Kaufpreis.

Preisentwicklung 2024–2026: Der Markt kühlt ab

Die Angebotspreise sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: um rund 12,5 % im Jahr 2024, rund 10,3 % im Jahr 2025 und rund 7,7 % im Jahr bis zum ersten Quartal 2026. Inflationsbereinigt blieb zuletzt aber nur ein Plus von knapp 3 %. Das Wirtschaftswachstum lag 2025 bei rund 2,1 %; der IWF erwartete für 2026 rund 4 %.

Gestützt wird die Nachfrage vom Tourismus: 2025 kamen rund 11,7 Millionen Besucher, das erste Halbjahr 2026 brachte erneut einen Rekord. Ob in Punta Cana ein Überangebot droht, lässt sich mit den vorliegenden Daten nicht seriös sagen. Plane deinen Kauf deshalb nicht mit der Annahme, dass Preise automatisch weiter zweistellig steigen.

Einen Überblick über Chancen und Risiken findest du auf der Seite Immobilien in der Dominikanischen Republik.

Häufige Fragen

Was kostet eine Wohnung in der Dominikanischen Republik pro Quadratmeter?

Laut Angebotsdaten lag der Median im Juni 2026 bei rund 2.000 US$ pro m². Die Spanne reicht von etwa 1.100 US$ in Santo Domingo Este bis rund 3.500 US$ in Cap Cana.

Was kostet eine Wohnung in Punta Cana?

Der Medianpreis lag in Punta Cana–Bávaro im Juni 2026 bei rund 195.000 US$ bzw. rund 2.280 US$ pro m². Je nach Zone reicht die Spanne von rund 87.000 US$ in Pueblo Bávaro bis rund 374.000 US$ in Cap Cana.

Wie hoch ist die Mietrendite in der Dominikanischen Republik?

Brutto lag sie im ersten Quartal 2026 landesweit bei rund 8,5 %, in Punta Cana–Bávaro bei rund 8 %. Nach Hausgeld, Leerstand, Verwaltung und Steuern bleibt deutlich weniger.

Wo sind Immobilien in der Dominikanischen Republik am günstigsten?

Unter den ausgewerteten Regionen hatten Santo Domingo Este, La Romana und Santiago die niedrigsten Quadratmeterpreise. Am Meer gilt Juan Dolio als Preis-Leistungs-Tipp, Sosúa als günstiger als Cabarete.

Steigen die Immobilienpreise in der Dominikanischen Republik weiter?

Nominal ja, aber langsamer: rund 7,7 % im Jahr bis zum ersten Quartal 2026, inflationsbereinigt knapp 3 %. Der Markt kühlt nach starken Jahren ab.

Darf ich meine Wohnung in der Dominikanischen Republik auf Airbnb vermieten?

Grundsätzlich ja, aber viele Wohnanlagen verbieten oder beschränken Kurzzeitvermietung. Außerdem fallen 18 % ITBIS an, und ein staatliches Register ist in Vorbereitung.

Quellen und Stand der Informationen

Zuletzt geprüft: 3. November 2026. Gesetze, Gebühren und Flugpläne ändern sich – prüfe kritische Angaben vor deiner Reise oder Entscheidung bei der offiziellen Stelle.