Auf einen Blick
- Bestes Revier
- Bayahibe mit Catalina und Saona
- Wassertemperatur
- ca. 25–30 °C, im Februar um 26–27 °C
- Sicht
- Süden oft 20–30 m
- Beste Zeit
- Dezember bis April
- Wracks
- St. George, Atlantic Princess, Astron
- Für Anfänger
- Atlantic Princess, flache Riffe, Catalina Aquarium
- Neopren
- dünner Anzug reicht
Tauchen in der Dominikanischen Republik: Karibik oder Atlantik?
Für Taucher und Schnorchler lohnt sich ein Blick auf die Küste. Die karibische Südküste rund um Bayahibe und La Romana ist durch Riffe geschützt, das Wasser ist meist ruhig und klar. Hier liegt das bekannteste Revier des Landes. Die Atlantikküste im Norden hat mehr Wellen und Wind, bietet aber mit Sosúa eine eigene, geschützte Bucht und steile Riffwände.
Das Wasser ist ganzjährig warm: Tauchportale nennen rund 25 bis 30 °C, im Februar liegt das Meer vor Bayahibe im Schnitt bei etwa 26–27 °C. Ein dünner Anzug oder Shorty reicht in der Regel. Wer viel taucht oder schnell friert, nimmt etwas Dickeres für die Wintermonate mit.
Einen Überblick über die Küsten und Strände findest du unter die schönsten Strände.
Die wichtigsten Tauch- und Schnorchelspots im Überblick
| Spot | Region | Was dich erwartet | Niveau |
|---|---|---|---|
| St. George | Bayahibe | Frachterwrack, ca. 72 m lang, Grund auf ca. 40–44 m, Oberdeck ab ca. 15 m | Advanced Open Water |
| Atlantic Princess | Bayahibe | kleines Kreuzfahrtschiff, max. ca. 12 m | auch für Anfänger |
| Unterwassermuseum Guadalupe | Bayahibe | Kanonen, Anker und Kugeln spanischer Galeonen am Riff | Taucher und gute Schnorchler |
| Riffe vor Bayahibe | Bayahibe/Dominicus | z. B. Guaraguao, Dos Cocos, bis ca. 16 m; Schildkröten möglich | Anfänger |
| Isla Catalina – Aquarium | vor La Romana | flaches Riff, ca. 12 m | Taucher und Schnorchler |
| Isla Catalina – The Wall | vor La Romana | Steilwand, Schwarze Korallen ab ca. 25 m | Fortgeschrittene |
| Saona | Cotubanamá-Nationalpark | Saumriffe, Peñón; Shark Point mit stärkerer Strömung | je nach Platz |
| Sosúa | Nordküste | geschützte Bucht, über 20 Plätze, Riffwände | Anfänger bis Fortgeschrittene |
| Las Galeras / Frontón | Samaná | Riff direkt vor dem Strand, Boot oder Fußweg | Schnorchler |
| Cayo Arena | Nordwesten | Sandbank mit Riffen | Schnorchler |
Tiefen und Niveaus sind Richtwerte aus Tauchportalen und Basisbeschreibungen. Die tatsächliche Route legt die Tauchbasis je nach Bedingungen fest.
Bayahibe: Wracks und das Unterwassermuseum
Das ehemalige Fischerdorf Bayahibe ist die Taucherhauptstadt des Landes. Laut Tauchportalen liegen mehr als 20 Plätze in Reichweite, viele davon nur kurze Bootsfahrten entfernt.
St. George
Das Wrack wurde 1962 in Schottland gebaut und im Juni 1999 vor Bayahibe gezielt als künstliches Riff versenkt. Es liegt aufrecht auf rund 40 Metern, das Oberdeck beginnt bei etwa 15 Metern. Für das ganze Wrack brauchst du mindestens Advanced Open Water, das Oberdeck kann auch flacher betaucht werden.
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Atlantic Princess
Das kleine Kreuzfahrtschiff strandete 2008 beim Tropensturm Fay und sank im Mai 2009. Mit maximal etwa 12 Metern ist es ein ideales erstes Wrack für Anfänger und Kursteilnehmer.
Museo Vivo del Mar
Am Riff Guaraguao vor Bayahibe liegen Kanonen, Anker, Musketen und Kugeln spanischer Galeonen. Das „lebende Meeresmuseum“ verbindet Geschichte und Riff – Fundstücke liegen im Wasser, wo sie von Korallen besiedelt werden. Fass nichts an und nimm nichts mit.
Ehrlicher Hinweis: Nach einem heißen Sommer wurde an den flachen Riffen vor Bayahibe Korallenbleiche beobachtet. Erwarte keine unberührten Farbenmeere wie in Werbefotos.
Isla Catalina und Isla Saona
Isla Catalina ist eine unbewohnte, geschützte Insel vor La Romana. Sie ist einer der beliebtesten Ausflüge für Schnorchler und Taucher. Das Aquarium ist flach und eignet sich für beide, die Wall fällt steil in die Tiefe ab und ist etwas für Fortgeschrittene. Viele Tagesausflüge von Kreuzfahrtschiffen in La Romana steuern Catalina an – frag nach Abfahrtszeiten, die nicht mit den Schiffsgruppen zusammenfallen.
Die Isla Saona gehört zum Nationalpark Cotubanamá. Die meisten Besucher kommen für Strand und Sandbank, doch es gibt auch Tauchplätze an den Saumriffen. An einigen Stellen wie Shark Point kann die Strömung stärker sein. An der flachen Piscina Natural schnorchelst du in hüfttiefem Wasser – Seesterne bleiben im Wasser, sonst drohen Bußgelder. Alles zur Insel unter Isla Saona.
Norden und Samaná: Sosúa, Las Galeras, Monte Cristi
Sosúa
Die Bucht von Sosúa ist auch an der rauen Atlantikküste relativ geschützt. Tauchportale nennen mehr als 20 Plätze, darunter Riffwände in Richtung Puerto Plata, die für Fortgeschrittene gedacht sind. Für Anfänger gibt es flachere Plätze in der Bucht. An der Nordküste hängen die Bedingungen stärker von Wind und Wellen ab als im Süden.
Las Galeras und Samaná
An der Spitze der Halbinsel Samaná liegt die Playa Frontón: Ein Riff direkt vor dem Strand macht sie zum besten Schnorchelplatz der Gegend. Du erreichst sie per Boot oder über einen langen Fußweg. Weiter draußen gibt es Tauchplätze für Fortgeschrittene, etwa Piedra Bonita.
Monte Cristi und Cayo Arena
Ganz im Nordwesten liegen die Cayos Siete Hermanos, sieben kleine Koralleninseln, die als anfängertauglich zum Schnorcheln und Tauchen gelten. Die Sandbank Cayo Arena vor Punta Rucia ist ein beliebter Schnorchelausflug. Reisende raten, früh zu fahren und auf Ebbe zu achten.
Silver Bank: mit Buckelwalen im Wasser
Eine Besonderheit ist die Silver Bank weit vor der Nordküste. Dort sind im Winter streng geregelte Begegnungen mit Buckelwalen im Wasser erlaubt. Du schnorchelst ruhig an der Oberfläche, Gerätetauchen, Freitauchen zu den Tieren, Berühren und Verfolgen sind verboten.
Es gibt nur wenige kommerzielle Genehmigungen, die Touren sind mehrtägige Fahrten auf lizenzierten Schiffen, meist ab Puerto Plata. In der Bucht von Samaná ist Schwimmen mit Walen dagegen verboten. Alles zu Saison und Regeln unter Wale beobachten.
Saison, Sichtweiten und Wetter
Tauchen kannst du das ganze Jahr. Die angenehmste Zeit ist Dezember bis April: Es ist trockener, das Meer ruhiger, und das Risiko tropischer Stürme ist gering. Die Hurrikan-Saison läuft von Juni bis November, am aktivsten von Mitte August bis Mitte Oktober, statistischer Gipfel um den 10. September.
- Sicht im Südenrund um Bayahibe oft 20–30 Meter, vor Punta Cana laut einem Portal bis etwa 30 Meter.
- Nach RegenIn Flussnähe, etwa vor Juan Dolio, kann die Sicht deutlich schlechter sein.
- Nordküstestärker von Wind und Dünung abhängig. Im Winter kommen oft Wellen an.
- SargassumAlgenteppiche treffen vor allem die Ostküste. Sie stören eher am Strand als am Tauchplatz, können aber Einstiege vom Ufer erschweren.
Monat für Monat findest du die Bedingungen unter Reisezeit.
So wählst du eine gute Tauchbasis
Ich empfehle hier bewusst keine einzelnen Anbieter. Diese Kriterien helfen dir bei der Auswahl:
- ZertifizierungDie Basis sollte einem anerkannten Verband wie PADI oder SSI angehören. Frag nach, ob deine Brevetierung anerkannt wird.
- AusrüstungSieh dir Leihausrüstung vor dem ersten Tauchgang an. Atemregler, Jacket und Flaschen sollten gepflegt wirken.
- GruppengrößeFrag, wie viele Taucher auf einen Guide kommen. Kleine Gruppen sind sicherer und entspannter.
- BriefingEin gutes Briefing erklärt Tiefe, Strömung, Zeit und Notfallablauf – auf einer Sprache, die du verstehst.
- Sicherheit an BordSauerstoff, Erste-Hilfe-Set und Funk gehören auf jedes Tauchboot.
- Umgang mit dem RiffGute Guides achten auf Tarierung und erlauben kein Anfassen.
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Kinder können laut Basisbeschreibungen in Bayahibe ab etwa 8 bzw. 10 Jahren an Einsteigerprogrammen teilnehmen. Mehr Tipps für Familien unter Mit Kindern reisen.
Fürs Riff: Verzichte auf Handschuhe, berühre nichts und halte Abstand zum Grund. Viele Basen nehmen an Fangaktionen gegen den eingeschleppten Rotfeuerfisch teil – wer mitmacht, hilft dem Riff direkt.






