Auf einen Blick
- Dauer
- 21 Tage / 20 Nächte
- Start / Ende
- Santo Domingo (SDQ), Alternative Punta Cana
- Standorte
- 8 (Santo Domingo, Barahona, Pedernales, Jarabacoa, Santiago, Puerto Plata, Cabarete, Samaná)
- Fahrtage
- ca. 10, davon 2 lange (5 Std. und mehr)
- Fortbewegung
- Mietwagen, im Süden und Samaná fast unverzichtbar
- Beste Zeit
- Dezember bis April
Die Idee: einmal rund um die Insel
Mit drei Wochen hast du genug Zeit, um die Dominikanische Republik nicht nur zu streifen, sondern wirklich zu erleben. Reisende, die das Land länger bereist haben, raten genau dazu: Für alle Regionen sind zwei Wochen knapp, drei Wochen ideal.
Die Route startet in Santo Domingo, führt zuerst in den trockenen Südwesten, dann quer durchs Land in die Berge, an die Atlantikküste im Norden und endet auf der Halbinsel Samaná. Den Osten mit Punta Cana und Bayahibe lässt sie bewusst aus – den kannst du als Alternative einbauen oder in einer zweiten Reise mit Badeurlaub verbinden.
Es ist keine echte „Inselumrundung“. Die Insel Hispaniola teilt sich die Dominikanische Republik mit Haiti, und von Landreisen nach Haiti rät das Auswärtige Amt dringend ab. Die Route bleibt deshalb auf der dominikanischen Seite und meidet die Grenzorte.
Der Tagesplan für 21 Tage
Alle Fahrzeiten sind Richtwerte ohne längere Pausen. Wo nur Erfahrungswerte vorliegen, steht „Praxiswert“. Starte an Fahrtagen früh, damit du vor Sonnenuntergang ankommst.
| Tag | Etappe | Übernachtung | Fahrzeit (ca.) | Highlights |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Ankunft Santo Domingo (SDQ) | Santo Domingo | 35–50 Min. | Abendspaziergang Zona Colonial |
| 2 | Santo Domingo | Santo Domingo | – | Kathedrale, Alcázar, Calle El Conde |
| 3 | Santo Domingo | Santo Domingo | – | Los Tres Ojos am Morgen, Malecón, Mietwagen abholen |
| 4 | → Barahona | Barahona | ca. 3–3,5 Std. | Dünen von Baní als Zwischenstopp |
| 5 | Barahona | Barahona | – | Balneario San Rafael, Río Los Patos, Aussichtspunkte |
| 6 | → Cabo Rojo / Pedernales | Pedernales | ca. 2,5–3 Std. | Küstenstraße, Arroyo Salado bei Oviedo |
| 7 | Pedernales | Pedernales | – | Bahía de las Águilas per Boot, Sternenhimmel |
| 8 | → Lago Enriquillo → Barahona | Barahona | langer Tag (Praxiswert) | Krokodile, Leguane, Felsbilder Las Caritas |
| 9 | → Santo Domingo → Jarabacoa | Jarabacoa | ca. 5–6 Std. (Praxiswert) | längster Fahrtag, sehr früh starten |
| 10 | Jarabacoa | Jarabacoa | – | Rafting, Salto de Jimenoa, Salto de Baiguate |
| 11 | → Constanza → Santiago | Santiago | ca. 3–4 Std. (Praxiswert) | Mirador de Constanza, Erdbeerstände |
| 12 | → Puerto Plata | Puerto Plata | ca. 1 Std. (Praxiswert) | Altstadt, Fortaleza San Felipe |
| 13 | Puerto Plata | Puerto Plata | – | 27 Charcos de Damajagua |
| 14 | → Cabarete | Cabarete | kurz | Kite Beach, Abend am Strand |
| 15 | Cabarete | Cabarete | – | Surf- oder Kitekurs, Ausflug Sosúa |
| 16 | → Las Terrenas | Las Terrenas | ca. 3 Std. | Playa Bonita zum Sonnenuntergang |
| 17 | Las Terrenas | Las Terrenas | – | Salto El Limón, Playa Cosón |
| 18 | → Las Galeras | Las Galeras | ca. 1 Std. | Playa Rincón |
| 19 | Las Galeras | Las Galeras | – | Boot zur Playa Frontón, Schnorcheln |
| 20 | → Santo Domingo / Boca Chica | Boca Chica oder Juan Dolio | ca. 2,5–3 Std. (Praxiswert) | letzter Badenachmittag nahe SDQ |
| 21 | Abflug ab SDQ | – | kurz | – |
Woche 1: Santo Domingo und der Südwesten
In Santo Domingo kommst du an, ohne sofort weit fahren zu müssen. Zwei volle Tage reichen für die Zona Colonial, das UNESCO-Welterbe der ersten europäischen Stadt Amerikas. Den Mietwagen holst du am besten erst am dritten Tag ab, in der Stadt kommst du mit Uber und Metro besser voran.
Dann geht es in den Südwesten. Hinter Azua wird die Landschaft trocken, mit Kakteen und Wüstencharakter. Barahona ist Basis für Flussbäder am Meer und die Larimar-Mine, Pedernales für die Bahía de las Águilas: rund acht Kilometer weißer Sand im Nationalpark Jaragua, zugänglich per Boot vom Dorf La Cueva am Cabo Rojo. Am Strand gibt es nichts zu kaufen, nimm Wasser, Essen und Schatten mit.
Mehr dazu lesen1 Min.
Am achten Tag fährst du über den Lago Enriquillo zurück nach Barahona. Der größte See der Antillen liegt rund 46 Meter unter dem Meeresspiegel, mit Krokodilen, Leguanen und Taíno-Felsgravuren. Jimaní direkt an der Grenze lässt du aus.
Gut zu wissen: Rund um Pedernales wird gebaut – Flughafen, Straßen und große Hotels sollen laut Regierung ab 2027 öffnen, die Termine haben sich aber mehrfach verschoben. An Tagen mit Kreuzfahrtschiff in Cabo Rojo sind die Strände voller.
Woche 2: Berge und Nordküste
Der neunte Tag ist der längste der Reise: zurück über Santo Domingo und die Autopista Duarte hinauf nach Jarabacoa. Als Raststätte unterwegs ist die Plaza Jacaranda in Bonao bei Einheimischen ein Klassiker. Wer die Fahrt teilen will, übernachtet einmal mehr in Santo Domingo und streicht dafür einen Tag in Cabarete.
In Jarabacoa warten Rafting, Wasserfälle und angenehmes Bergklima. Über Constanza mit seinen Gemüsefeldern geht es weiter nach Santiago, der zweitgrößten Stadt mit Zigarrenfabriken und dem Monumento. Reisende warnen: Der Verkehr in Santiago ist noch einmal eine Liga härter als in der Hauptstadt.
An der Nordküste besuchst du Puerto Plata mit Altstadt und den 27 Charcos de Damajagua, danach geht es nach Cabarete, einem der bekanntesten Wind- und Kitesurfspots der Welt.
Woche 3: Samaná zum Abschluss
Von Cabarete fährst du rund drei Stunden an der Küste entlang auf die Halbinsel Samaná. Las Terrenas bietet Restaurants und Strände wie Playa Bonita und Cosón, Las Galeras das ruhige Ende der Welt mit Playa Rincón und Playa Frontón. Viele Reisende nennen Samaná ihre Lieblingsregion.
Zum Schluss fährst du in Richtung Santo Domingo. Übernachte am letzten Abend in Boca Chica oder Juan Dolio, nur wenige Kilometer vom Flughafen SDQ entfernt. So startest du entspannt in den Rückflug. Von Mitte Januar bis Ende März lohnt in Samaná außerdem eine Walbeobachtung – dann tauscht du einen Strandtag gegen die Bootstour.
Alternativen und Varianten
| Variante | Was sich ändert |
|---|---|
| Mit dem Osten statt der Berge | Tage 9–13 durch Bayahibe (Isla Saona) und Miches ersetzen, Abflug ab Punta Cana |
| Start in Punta Cana | 2–3 Nächte Bayahibe vorschalten, dann Santo Domingo; Südwesten um einen Tag kürzen |
| Mehr Ruhe | Lago Enriquillo streichen, eine Nacht mehr in Pedernales oder Las Galeras |
| Mit Pico Duarte | 2–3 Tage für die Besteigung ab Jarabacoa, dafür Puerto Plata streichen |
| Weniger Fahren | Südwesten weglassen und die 2-Wochen-Route Norden & Berge um Samaná verlängern |
Für den Pico Duarte brauchst du einen offiziellen Parkguide und eine Genehmigung am Ausgangspunkt.
Praktische Tipps für drei Wochen unterwegs
- MietwagenIm Südwesten und auf Samaná ist ein Auto fast unverzichtbar. Ein SUV ist praktisch für Schlaglöcher und Pisten, für Valle Nuevo brauchst du Allrad. Reisende zahlten 2026 rund 30–40 € pro Tag für einen kleinen Wagen.
- EinreiseTouristen dürfen bis zu 30 Tage ohne Visum bleiben – für drei Wochen reicht das. Das E-Ticket brauchst du für Ein- und Ausreise, Infos unter Einreise & E-Ticket.
- GesundheitFür Azua und San Juan besteht laut Auswärtigem Amt ein mittleres Malariarisiko, außerdem Dengue landesweit. Mückenschutz tags und nachts.
- KleidungIn Constanza wird es im Winter nachts frostig, eine warme Jacke gehört ins Gepäck.
- NetzIm Südwesten und in den Bergen ist der Empfang lückenhaft. Lade Karten und ein Spanisch-Paket für den Übersetzer offline herunter.
- GeldIn abgelegenen Orten gibt es weniger Geldautomaten. Hab immer Pesos dabei, auch für die Maut.






