Rundreise Dominikanische Republik in 3 Wochen: einmal rund um das Land

21 Tage von Santo Domingo durch den Südwesten, die Berge, die Nordküste und Samaná – mit Tagesplan, Fahrzeiten und Alternativen.

6 Min. LesezeitVon SerafinAktualisiert am 3. November 2026

Kurz gesagt

Für eine Rundreise durch die Dominikanische Republik sind 3 Wochen die ideale Zeit, um das Land einmal komplett zu umrunden: Santo Domingo, der wilde Südwesten mit der Bahía de las Águilas, die Berge um Jarabacoa, die Nordküste und zum Schluss Samaná. Die Route ist fahrintensiv, aber mit festen Ruhetagen gut machbar – ein Mietwagen ist dafür praktisch Pflicht.

Inhalt: 7 Abschnitte
  1. Die Idee: einmal rund um die Insel
  2. Der Tagesplan für 21 Tage
  3. Woche 1: Santo Domingo und der Südwesten
  4. Woche 2: Berge und Nordküste
  5. Woche 3: Samaná zum Abschluss
  6. Alternativen und Varianten
  7. Praktische Tipps für drei Wochen unterwegs
Blick von einem Hügel auf die Küste von Barahona
Foto: Aldward Castillo / Unsplash

Auf einen Blick

Dauer
21 Tage / 20 Nächte
Start / Ende
Santo Domingo (SDQ), Alternative Punta Cana
Standorte
8 (Santo Domingo, Barahona, Pedernales, Jarabacoa, Santiago, Puerto Plata, Cabarete, Samaná)
Fahrtage
ca. 10, davon 2 lange (5 Std. und mehr)
Fortbewegung
Mietwagen, im Süden und Samaná fast unverzichtbar
Beste Zeit
Dezember bis April

Die Idee: einmal rund um die Insel

Mit drei Wochen hast du genug Zeit, um die Dominikanische Republik nicht nur zu streifen, sondern wirklich zu erleben. Reisende, die das Land länger bereist haben, raten genau dazu: Für alle Regionen sind zwei Wochen knapp, drei Wochen ideal.

Die Route startet in Santo Domingo, führt zuerst in den trockenen Südwesten, dann quer durchs Land in die Berge, an die Atlantikküste im Norden und endet auf der Halbinsel Samaná. Den Osten mit Punta Cana und Bayahibe lässt sie bewusst aus – den kannst du als Alternative einbauen oder in einer zweiten Reise mit Badeurlaub verbinden.

Wichtig

Es ist keine echte „Inselumrundung“. Die Insel Hispaniola teilt sich die Dominikanische Republik mit Haiti, und von Landreisen nach Haiti rät das Auswärtige Amt dringend ab. Die Route bleibt deshalb auf der dominikanischen Seite und meidet die Grenzorte.

Der Tagesplan für 21 Tage

Alle Fahrzeiten sind Richtwerte ohne längere Pausen. Wo nur Erfahrungswerte vorliegen, steht „Praxiswert“. Starte an Fahrtagen früh, damit du vor Sonnenuntergang ankommst.

TagEtappeÜbernachtungFahrzeit (ca.)Highlights
1Ankunft Santo Domingo (SDQ)Santo Domingo35–50 Min.Abendspaziergang Zona Colonial
2Santo DomingoSanto Domingo–Kathedrale, Alcázar, Calle El Conde
3Santo DomingoSanto Domingo–Los Tres Ojos am Morgen, Malecón, Mietwagen abholen
4→ BarahonaBarahonaca. 3–3,5 Std.Dünen von Baní als Zwischenstopp
5BarahonaBarahona–Balneario San Rafael, Río Los Patos, Aussichtspunkte
6→ Cabo Rojo / PedernalesPedernalesca. 2,5–3 Std.Küstenstraße, Arroyo Salado bei Oviedo
7PedernalesPedernales–Bahía de las Águilas per Boot, Sternenhimmel
8→ Lago Enriquillo → BarahonaBarahonalanger Tag (Praxiswert)Krokodile, Leguane, Felsbilder Las Caritas
9→ Santo Domingo → JarabacoaJarabacoaca. 5–6 Std. (Praxiswert)längster Fahrtag, sehr früh starten
10JarabacoaJarabacoa–Rafting, Salto de Jimenoa, Salto de Baiguate
11→ Constanza → SantiagoSantiagoca. 3–4 Std. (Praxiswert)Mirador de Constanza, Erdbeerstände
12→ Puerto PlataPuerto Plataca. 1 Std. (Praxiswert)Altstadt, Fortaleza San Felipe
13Puerto PlataPuerto Plata–27 Charcos de Damajagua
14→ CabareteCabaretekurzKite Beach, Abend am Strand
15CabareteCabarete–Surf- oder Kitekurs, Ausflug Sosúa
16→ Las TerrenasLas Terrenasca. 3 Std.Playa Bonita zum Sonnenuntergang
17Las TerrenasLas Terrenas–Salto El Limón, Playa Cosón
18→ Las GalerasLas Galerasca. 1 Std.Playa Rincón
19Las GalerasLas Galeras–Boot zur Playa Frontón, Schnorcheln
20→ Santo Domingo / Boca ChicaBoca Chica oder Juan Dolioca. 2,5–3 Std. (Praxiswert)letzter Badenachmittag nahe SDQ
21Abflug ab SDQ–kurz–

Woche 1: Santo Domingo und der Südwesten

In Santo Domingo kommst du an, ohne sofort weit fahren zu müssen. Zwei volle Tage reichen für die Zona Colonial, das UNESCO-Welterbe der ersten europäischen Stadt Amerikas. Den Mietwagen holst du am besten erst am dritten Tag ab, in der Stadt kommst du mit Uber und Metro besser voran.

Dann geht es in den Südwesten. Hinter Azua wird die Landschaft trocken, mit Kakteen und Wüstencharakter. Barahona ist Basis für Flussbäder am Meer und die Larimar-Mine, Pedernales für die Bahía de las Águilas: rund acht Kilometer weißer Sand im Nationalpark Jaragua, zugänglich per Boot vom Dorf La Cueva am Cabo Rojo. Am Strand gibt es nichts zu kaufen, nimm Wasser, Essen und Schatten mit.

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Am achten Tag fährst du über den Lago Enriquillo zurück nach Barahona. Der größte See der Antillen liegt rund 46 Meter unter dem Meeresspiegel, mit Krokodilen, Leguanen und Taíno-Felsgravuren. Jimaní direkt an der Grenze lässt du aus.

Gut zu wissen: Rund um Pedernales wird gebaut – Flughafen, Straßen und große Hotels sollen laut Regierung ab 2027 öffnen, die Termine haben sich aber mehrfach verschoben. An Tagen mit Kreuzfahrtschiff in Cabo Rojo sind die Strände voller.

Woche 2: Berge und Nordküste

Der neunte Tag ist der längste der Reise: zurück über Santo Domingo und die Autopista Duarte hinauf nach Jarabacoa. Als Raststätte unterwegs ist die Plaza Jacaranda in Bonao bei Einheimischen ein Klassiker. Wer die Fahrt teilen will, übernachtet einmal mehr in Santo Domingo und streicht dafür einen Tag in Cabarete.

In Jarabacoa warten Rafting, Wasserfälle und angenehmes Bergklima. Über Constanza mit seinen Gemüsefeldern geht es weiter nach Santiago, der zweitgrößten Stadt mit Zigarrenfabriken und dem Monumento. Reisende warnen: Der Verkehr in Santiago ist noch einmal eine Liga härter als in der Hauptstadt.

An der Nordküste besuchst du Puerto Plata mit Altstadt und den 27 Charcos de Damajagua, danach geht es nach Cabarete, einem der bekanntesten Wind- und Kitesurfspots der Welt.

Woche 3: Samaná zum Abschluss

Von Cabarete fährst du rund drei Stunden an der Küste entlang auf die Halbinsel Samaná. Las Terrenas bietet Restaurants und Strände wie Playa Bonita und Cosón, Las Galeras das ruhige Ende der Welt mit Playa Rincón und Playa Frontón. Viele Reisende nennen Samaná ihre Lieblingsregion.

Zum Schluss fährst du in Richtung Santo Domingo. Übernachte am letzten Abend in Boca Chica oder Juan Dolio, nur wenige Kilometer vom Flughafen SDQ entfernt. So startest du entspannt in den Rückflug. Von Mitte Januar bis Ende März lohnt in Samaná außerdem eine Walbeobachtung – dann tauscht du einen Strandtag gegen die Bootstour.

Alternativen und Varianten

VarianteWas sich ändert
Mit dem Osten statt der BergeTage 9–13 durch Bayahibe (Isla Saona) und Miches ersetzen, Abflug ab Punta Cana
Start in Punta Cana2–3 Nächte Bayahibe vorschalten, dann Santo Domingo; Südwesten um einen Tag kürzen
Mehr RuheLago Enriquillo streichen, eine Nacht mehr in Pedernales oder Las Galeras
Mit Pico Duarte2–3 Tage für die Besteigung ab Jarabacoa, dafür Puerto Plata streichen
Weniger FahrenSüdwesten weglassen und die 2-Wochen-Route Norden & Berge um Samaná verlängern

Für den Pico Duarte brauchst du einen offiziellen Parkguide und eine Genehmigung am Ausgangspunkt.

Praktische Tipps für drei Wochen unterwegs

  • MietwagenIm Südwesten und auf Samaná ist ein Auto fast unverzichtbar. Ein SUV ist praktisch für Schlaglöcher und Pisten, für Valle Nuevo brauchst du Allrad. Reisende zahlten 2026 rund 30–40 € pro Tag für einen kleinen Wagen.
  • EinreiseTouristen dürfen bis zu 30 Tage ohne Visum bleiben – für drei Wochen reicht das. Das E-Ticket brauchst du für Ein- und Ausreise, Infos unter Einreise & E-Ticket.
  • GesundheitFür Azua und San Juan besteht laut Auswärtigem Amt ein mittleres Malariarisiko, außerdem Dengue landesweit. Mückenschutz tags und nachts.
  • KleidungIn Constanza wird es im Winter nachts frostig, eine warme Jacke gehört ins Gepäck.
  • NetzIm Südwesten und in den Bergen ist der Empfang lückenhaft. Lade Karten und ein Spanisch-Paket für den Übersetzer offline herunter.
  • GeldIn abgelegenen Orten gibt es weniger Geldautomaten. Hab immer Pesos dabei, auch für die Maut.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Rundreise von 3 Wochen in der Dominikanischen Republik?

Ja. Mit drei Wochen kannst du alle großen Regionen inklusive Südwesten und Bergen sehen, ohne jeden Tag zu fahren. Reisende empfehlen genau diese Dauer.

Kann man die Dominikanische Republik in 3 Wochen komplett umrunden?

Fast. Die Route führt durch Süden, Südwesten, Berge, Norden und Samaná. Den Osten mit Punta Cana musst du entweder weglassen oder gegen die Berge tauschen.

Wie lange fährt man von Santo Domingo nach Pedernales?

Rechne mit rund fünf Stunden oder mehr. Am besten teilst du die Strecke mit einer oder zwei Nächten in Barahona.

Brauche ich für 3 Wochen ein Visum?

Nein. Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfen bis zu 30 Tage ohne Visum bleiben, das E-Ticket ist trotzdem Pflicht.

Welches Auto brauche ich für eine Rundreise durch die Dominikanische Republik?

Für die Hauptstraßen reicht ein Kleinwagen. Ein SUV ist bei Schlaglöchern und Pisten angenehmer, für Valle Nuevo bei Constanza brauchst du Allrad.

Ist die Bahía de las Águilas den langen Weg wert?

Für Naturfans ja: acht Kilometer unbebauter Strand im Nationalpark Jaragua. Plane mindestens zwei Nächte in der Gegend ein und nimm Verpflegung mit.

Quellen und Stand der Informationen

Zuletzt geprüft: 3. November 2026. Gesetze, Gebühren und Flugpläne ändern sich – prüfe kritische Angaben vor deiner Reise oder Entscheidung bei der offiziellen Stelle.